Buch 
4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
Entstehung
Seite
651
JPEG-Download
 

65 !

blutigen Gefechts 80), kommt die Nachricht hieher, 1712die Zürcher haben die Grafschaft Baden besetzt/ undsich bey Würelingen mit den BernernMereinigt8 i). Nun beschloß Zug, die Tagsatzung in Ölten zubesuchen 82).

80) GrößtentheilS von den Luzern geliefert. Der Kampfwar am heftigsten bey dem Brunnen im Walde an derLandstraffe gegen Mellingcn. Unweit davon sieht mannoch den Stein / um welchen herum die meisten.Erschla-genen liegen. Fidel Zurlauben befehligte die^ Freyämter-bauern.

81 ) Nach einigem/ nirgends beschriebenem Widerstand. Wirschließen das aus dem Todtenbericht. G. Beylagenlit. A.

82) An den libellmäßigen Gemeinen war nur Menzingen dagegen. Stadt-und Amtrathsprot. 2s May.Als am 16. May der Wachmeister Stcmigi Steiner voneiner Falkonetkugel zu Blickenstorf getödet wurde/konnte das äußere Amt mit Mühe im Feld erhaltenwerden. Die Zürcher scheinen dort einen Ueberfall be-absichtigt zu haben. Am 22. May eilten unter Landes-hauptmann Püntiner 900 Mann / und am 23. unter Land-ammann Bücher 360 Unterwaldner herbey. Zu diesen ka-men noch 1000 Walliser. Der Unterhalt aller dieserTruppen lag auf unserm Lande, worüber instruktionS-mäßig (30. May) zu Ollen geklagt wurde. Auch diesegroße Belastung mag auf FriedcuSgedanken geführthadeu.