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4 (1824) Die Geschichten der Stadgemeinde Zug / von Franz Karl Stadlin
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678
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Leu nicht nur die sogenannten Gelder des freyen Wil-lens , sondern auch daö Bundgeld aus. Der Ambaßa-dor sah die Gleichtheilung dessen, wag willkührlicheGabe des Königö seye, als eine Neuerung an 162 ).Nur die demüthigste Unterwerfung 163) brachte dasBundgeld wieder inS Land. So wurde nun auch die-ses zur Pension ä volonte, die willkührlich der Gesand-te hinterhtelt, wenn dem BestechungS - und Ranbsy-stem 164) mit den Verehrgeldern nicht freyen Laufgelassen wurde! In sichtbarer Steigerung 165) hieltsich dieses System, bis Schuemacher kam.

Waren die Mächtigen in unsern Rath - und Ge-meinstuben durch Gnadengelder an Frankreich gefesselt,

162 ) Dessen Schreiben vom 13. April 16 97.

163) ES soll in Zukunft lediglich bey S. Majestät gnädig-ßcm Bcfelch und Willen auch bey eines jeweiligenHin. AmdaßadorS Verordnung und Disposition verblei-,, den." Antwort des Stadt- und Am trat hgvom 17. April 1697 auf obiges Schreiben.

164) Gegen diese Näubereyen that das äußere Amt den erstenSchritt. Bd. III. <3. 27i.

165) Das beweist der Pensionsrodel vonMenzingen inJahr 1702, und wie sieben Mitglieder der Regicrun,sich 1703 j 630 Pfund theilten, endlich eine Nechnumvorn 2 . Christm. 1716. Die Beute von einigen Hern»vurden 2725 Pfund, wobey der regierende Ammannals nicht in der Gnade, leer ausgieng.