Buch 
Die Befestigung der Staaten nach den Grundsätzen der Strategie / von Georg Freyherrn von Hauser
Entstehung
Seite
208
JPEG-Download
 

208

so sehr entfernen, daß er jene Plätze nicht bombardi-ren kann.

Die Umfassungsmauern solcher Plätze aber, dür-fen eben so wenig, als jene aller nahe am Meere lie-genden , nicht von weitem entdecket werden; da dasschwere Geschütz auf Schiffen zu leicht transpcrtirctwerden kann.

Endlich müssen hinter allen Theilen der Küste,welche Natur und Kunst dem Feinde nicht unzugano-lich machten, hinlängliche Eorps aufgestellet werden,um gegen die stärkste Anzahl Landungstruppen ehereine überlegene Macht zu versammeln, als sie einenfesten Platz der Küste erobern, oder eine bedeutendeLandesstreckc durchziehen können.

Weil bey ausgedehnten Küsten jene Truppcncorpssehr zahlreich seyn müßten, und folglich eine erschö-pfende Erhaltung mächtiger Heere erheischten: so sindzur Küstcnvertheidigung vorzüglich Landwehren ge-eignet , welchen Allarmplätze anzuweisen sind, und de-ren Allarmirung gut eingeleitet werden muß.

Besitzt ein mit einer Seemacht im Kriege begriffe-ner Staat Colonien ; so kann er diese nur dadurch be-haupten, daß er sich die Mittel zusichert, die zu ih-rer Vertheidigung bestimmten Truppen darin erhal-ten, und verstärken zu können.

Nebst den gewöhnlichen Küstenbefestigungen,welche die Vertheidigung solcher Colonien, eben sowie jene der Küsten des Muttcrstaates, erfordert ,