47
Boden ein, wo sie nun, um vorzugsweise die eigenenLandesgrenzen zu decken, enge Cantonnirungen an derLohn bezogen, und ihre Vorposten in der Gegend vonKroffdorf, Fetzberg und Gleiberg aussetzten. Sie konntenhier die ihnen so höchst nöthigen Ergänzungen an sich zie-hen und ihr Kriegsgeräthe, das wahrend der anhaltendenMärsche von mehreren Monaten sehr gelitten hatte, wie-der herstellen lasten.
Der Herzog von Braunschweig wollte der Bewegungder Hessen folgen, und der Vortrab unter dem GeneralWietinghof rückte den 8. November zu Limburg ein;Houchard hatte aber nach dem Vorfalle bei Weilburg seinCorps bei Weilmünster und Niederbrügzen zusammenge-zogen und überfiel am y. mit 5 — 6000 Mann diepreußische kaum halb so starke Besatzung von Limburg und nöthigte sie, sich auf das rechte Lahnufer zurückzu-ziehen. Die preußische Armee bezog nun ihre Cantonni-rungsquarticre rechts der Li>hn zwischen Coblenz und Weil burg und beabsichtigte, nach einiger Erholung, von hieraus gegen den Main zu operiren. Die hierzu bestimmteArmee bestand aus den Corps des Generals Kalkreuthund des Erbprinzen von Hohenlohe, dem Hauptcorps un-ter dem Herzoge von Braunschweig und einem Reserve-corps unter dem Kronprinzen von Preußen, zusammen36 Bataillone, 50 Escadrons, aus dem hessischen Corps,13 Bataillone, 11 Escadrons, und einem Hessen -darm-stadtischen Corps, 7 Bataillone und 3 Escadrons stark.Sämmtliche Truppen brachen am 25. und 26. Novemberaus ihren Cantonnirungen an der Lahn auf und zogensich in mehreren Colonnen gegen Frankfurt . Das hessi-sche Corps unter dem Generallieutenant von Biesenrodt