General Morio, einer der wenigen Franzosen, welche sichder Deutschen mit Wärme annahmen, war nicht alleinder Gönner des Generals v. Ochs, sondern auch allerderjenigen Officiere, welche er in Spanien als brave undtüchtige Männer kennen gelernt hatte, weshalb auch fastalle diese, nach ihrer Zurückkunst sich einer Beförderungzu erfreuen hatten. Morio suchte die Billigkeit seinerVorschläge um so mehr zu begründen, indem nur wenigeOfficiere von der Iten westfälischen Armee-Division undden Garden, welche unter persönlichem Commando desKönigs in dem Feldzuge vom Jahre 1809 in Sachsen gegen Oestreich und den Herzog von Braunschweig Theilgenommen, wegen der Kürze des Feldzuges und der we-nigen unbedeutenden Gefechte, Gelegenheit gehabt hatten,sich auszuzeichnen.
Ochs war in seiner neuen Eigenschaft, als functioni-render General - Capitain der beständige Begleiter des Kö-nigs , weshalb er auch seine Wohnung im Schlöffe neh-men mußte. Zugleich hatte er das Ober - Eommando übersämmtliche Garden, und erhielt den speciellen Auftrag,die Grenadiere und Jäger vereinigt exerciren und manö-vriren zu lassen. Nach dem Organisativnsplane der Gar-den sollten drei General-Capitaine angestellt seyn, und sichvierteljährig einander im Dienste ablösen. Nachdem Ge-neral v. Ochs beinahe drei Monate diesen Posten versehen,bat er den König, ihn von seinen Functionen wieder zuentbinden, erhielt indessen abschlägliche Antwort, wurdeaber zugleich (am 28. März 1811) zum Commandeur deswestfälischen Ordens ernannt. Da die Stelle als Ge-neral - Capitain ihm jedoch zu lästig, und der, dem Ver-gnügen lebende westfälische Hof für ihn zu jugendlich