pvleon den kühnen Plan aus, keilförmig auf der großenStraße nach Moskau vorzudringen und diese Hauptstadtzu erobern. Er schien hierbei die Erfüllung seines Lieb-lingswunsches vorauszusetzen, daß die russische Armee dochendlich eine Schlacht zur Rettung von Moskau annehmenwürde, deren Entscheidung ihm nicht zweifelhaft schien.Nach wenigen Ruhetagen marschirte er in drei Colonncnab. Der König von Neapel mit dem größten Theile derEavallerie bildete die Avantgarde; hierauf folgte das Ite,dann daS l)te Corps und hiernachst die kaiserlichen Gar-den. Drei Stunden zur Linken marschirte das 4te unddrei Stunden zur Rechten das sste Corps', mit der gro-ßen Straße parallel. Ohne Gefechte von Bedeutung ver-folgte die Armee ihren Weg über die Städte Dorogvbuz,Semlewo, Miasma (Wasma) und'Gzatsk (Ghiatz, Ghatsk).Das wcstphalische Corps, welches vier Tage aufdem Schlacht-felde bivouakirte, brach am 24. August auf und hatte dasMißgeschick, die Arriergacde der Armee auf der großenStraße zu machen, und des Abdnds gewöhnlich da ein-zutreffen, wo am Morgen die kaiserlichen Garden wegge-zogen waren.
Mit dem Abmärsche der Truppen aus der Gegend vonSmolcnsk nahm der Krieg, vorzüglich für die Westpha-len, einen eigenen Character an. Wenn gleich das Corpsbisher oft großen Mangel an Lebensmitteln gelitten hat-te, so konnte doch manches auf dem Wege der Requisi-tion von den Seiten herbeigeholt werden. Von Smo-lensk an war es aber mit der großen Armee vereinigt unddurchstrich jetzt blos Gegenden ohne Einwohner, wo allevorhandenen Lebensmittel bereits von Hunderttausenden,welche vorher diesen Weg gezogen, aufgezehrt waren. Ent-