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kennen geben und erklärte ganz freimüthig: daß dieWestphalen zur Entscheidung des Tages we-sentlich beigetragen hatten. Der Kö 'nig vonNeapel eröffnete dem General v. Hammerstein, daß erniemals Eavallcrie mit einer solchen Unerschrockenheit wah-rend so langer Zeit im Feuer gesehen habe. Die verschie-denen obern Befehlshaber versprachen, die treuesten Be-richte an den König zu machen, so wie die sich ausge-zeichneten Individuen zu empfehlen. Sogar der Herzogvon Abrantes schien in Folge dieser Schlacht seine Unter-gebenen mit mehr Achtung zu behandeln.
Der Gesammtverlust der Westphalen betrug 4 — 500Todte und an 2500 Verwundete; von letztem starb dergrößte Theil und zwar hauptsächlich wegen Mangel anPflege. Vorzüglich hatte die leichte Eavallerie gelitten;die drei Regimenter bildeten Nachmittags 2 Uhr nur nochdrei Escadrons, und Abends zählten die Compagnien imDurchschnitte nur noch 8 Mann'; zwei Drittheile der Of-ficiere waren verwundet und mit Ausnahme von Vieren,hatten alle Officiere eins oder mehrere Pferde verloren.An Officieren zahlte die leichte Cavallerie-Brigade 3 Todteund 46 Verwundete; die schwere Cavallerie-Brigade 4Todte und 16 Verwundete; die 15 Jnfanteciebataillone9 Todte und 80 Verwundete; die Artillerie 2 Todte und4 Verwundete; überhaupt waren also 18 Officiere getöd-tet und 146 verwundet. Von letzter» starb fast der dritteTheil. Nur 2 Officiere wurden gefangen. Der GeneralDamas und die Oberstlieutenants v. Cölln und v. Knorrblieben auf dem Platze. Auster den Generalen v. Thar-reau und v. Lepel, den Obersten v. Hesberg und v. Gilsa ,den Oberstlieutenants v. Stockhausen und v. Crammon,