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gerung, den Artillericpark in die Stadt aufzunehmen,großes Verdienst um Halberstadt erworben, denn unfehl-bar würde dieser Ort dadurch der Zerstörung Prciß gege-ben worden seyn. Nicht allein die Menschlichkeit hatteihn dazu aufgefordert, sondern auch in militairischec Hin-sicht war er gerechtfertigt; denn erstlich machte moch keineerhaltene Nachricht von dem Anrücken einer feindlichenUebermacht eine solche Maaßregel nöthig, vielmehr erwar-tete er die Marsch - Colonne des Generals Teste; dannaber konnte Artillerie in der Stadt selbst nichts leisten;es war ihr hingegen eine vortreffliche Stellung angewie-sen, wenn jene Colonne zeitig eingetroffen wäre. Uebri-gens war Halbcrstadt wegen des bedeutenden Umfanges,der sieben Thore und der sehr hinderlichen Vorstädte nichtgeeignet, mit einer so geringen Truppenzahl die Angriffeeines starken feindlichen Corps abzuschlagen. Der Grafvon Wellingerode konnte sogar mit zwei vollständigen Ba-taillonen des 5ten westphälischen Linien-Regiments am29. Juli 1809 das Einrücken des Herzogs von Braun schweig trotz der wackersten Vertheidigung nicht verhindern.
Ochs wurde vcm General Czernischeff nach seiner Ge-fangennehmung mit vieler Achtung (und nicht, wie ei-nige verläumdecische Blätter verkündigten, mit Verach-tung) behandelt. Czernischeff gab Befehl, daß dessenWunde sorgfältig verbunden wurde und gestattete ihm,in dessen eigenen Wagen nach Berlin zu reisen, wohinman ihn mit dem Veteranen - Obersten Brüske und nocheinigen andern Officieren abführte. Auch wurde ihm hiererlaubt, einen umständlichen Bericht von dem Treffen andas westphälische Kriegsministerium abzuschicken. Der Kö-nig billigte ganz sein Betragen und die von ihm ange-