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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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Nachricht von dem Kriege.

Cap. LIV.ne, vermittelst einiger Wercke, so bey Nacht verfertiget worden, dem FeindFeld abgewinnen, iet- gedachte Wercke mit Fuß- Volck und Stücken versehen, darauf aber solche Wercke mit einander so vereinigen oder zusammenhängen, daß man eine ganze Linie dahin stellen könne. Nach diesem kandie andere Linie, nach Beschaffenheit des Landes, unter der Beschirmungdes Feuers von der ersten verschanzten Linie, aus dem Walde heraus rücken,entweder von der rechten zur lincken, die Seite der feindlichen Armee zu ge=winnen, oder aber auf den Feind von vornen loszugehen und ihn anzugreiffen, nachdem man zuvor alle Wercke, so man den vorigen Tag angeleget,währender Nacht wiederum schleiffen lassen, damit zwischen beyden Linienkeine Trennung bleibe, dadurch sie gehindert werden könnten, zusammen zugelangen, und einander mit Hülffe beyzuspringen; iedoch muß man die er-forderte Weite halten, die man zwischen beyden Linien einer Armee, die zumGefecht anrücket, allerdings beobachten follins mission th

Wenn der unwegfame Ort, an den Feind zu kommen, ein Fluß ist, sohat dieser entweder Furten, oder es giebet keine da. Hat solcher Furten, dienicht beysammen und ausser dem Geficht liegen, so muß man, durch nachtlicheBewegungen, einen darvon überfallen, und seine Truppen so einrichten, daß,mittler Zeit da solche über diesen Furt gehen, es scheine, als wenn man, an ci-nem andern Ort, der von demjenigen, wo man übergehet, entfernet ist, demFeind häuffig zu thun gebe, wie man denn auch mit dergleichen entfernetenBeunruhigungen des Feindes nicht cher, als mit Endigung der Nacht, auf-hören muß. Zu folchen Bewegungen gehöret viele Hurtigkeit, angesehenman auf der andern Seite des Flusses in Schlacht- Ordnung stehen, und inStande seyn muß, den Feind zu empfangen, bevor er Zeit gehabt, dahin zurücken, und über den Hauffen zu werffen, was etwa hinüber gegangen seynund sich ausgebreitet haben möchte, eine gröffere Fronte, als des Feindes feine,zu formiren, massen dieser anfänglich nur Colonnen- weise dahin gelangen kan.

Offumahls können sich diese Furten einer Höhe gegen über antreffen lassfen. In solchem Fall nun muß man die gesaminte Reuterey hinüber gehen,und sich dahin setzen lassen. Nicht selten können sie auch bey einem engenOrt seyn, woselbst die feindliche Armee in eurem Gesicht durch müste. Dasher soll man in dergleichen Fall das Fuß- Volck zu erst hinüber schicken, da=mit es den engen Weg bewahre und ein Treffen aushalte, da mittlerweiledenn die Reuterey hinüber setzet, und sich hinter dem Fuß- Volck, oder; nachdem der Platz vorhanden, auf einen Flügel in Ordnung stellet.

Daferne aber der Fluß, über den man gehen will, keinen Furt hat, somuß man in Obacht nehmen, ob deffen Ufer hoch und steil, und auf welcherSeite es hoch ist; denn wenn es sich auf des Feindes Seite also befindet, so

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