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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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132
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132 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. X.

lich vermehret worden, so haben selbige dem Herzog von Savoyen, welcher einwichtiges Corps Truppen bis nach St. Jean de Maurienne rücken lassen, Mit.tel an die Hand, oben über Nodane plötzlich zurück zu gehen, und Exilles wegszunehmen, che unsere bey dem Fort Barraule campirende Armee diesen Ortentsetzen konnte. Darauf haben wir auch noch Feneftrelles in dem ThalPragelas cingebuffet.

Das sind also die vornehmsten Fehler gewesen, die man, aus Mangelder genauen Kanntniß des Landes, in Ansehung der allgemeinen Beschaffen-heit des Krieges in Piemont, zu meiner Zeit begangen hat. Indessen macheich daraus den Schluß, daß allein die Unwissenheit habe können auf die Gesdancken bringen, daß es möglich sey, in selbiger Gegend einen Defenfiv-Krieg zu führen, dabey nicht alle Jahre eine und andere Ungelegenheiten ent-ftehen folten.

Nunmehro will ich auch untersuchen, was der Mangel der Känntnißderer Länder uns, oder unsere Feinde, in Ansehung der besondern Begebenheiten bey den Feldzügen, für Fehler zu begeben veranlasset hat.

Zu Ende des 1673ften Jahrs führte der Herr von Luxembourg ein anfehnliches Corps zu Fuß, aber wenig Neuterey, aus Holland zurück, daraufbrachte der Prinz von Oranien die ganze Macht der Holländer und Spa-nier zusammen, und gieng damit an die Maas, in der Absicht, daß er Mr. deLuxembourg, zwischen Mastrich und Charleroi, zu Leibe gehen wolte. Diesses bewog den Hof dem Herrn von Schomberg anzubefehlen, daß er alleReuterey in Hennegau und Flandern zusammen ziehen, und dem Herrn vonLuxembourg, der an Reuterey weit schwacher, als der Prinz von Oranien,war, entgegen gehen solte. Diesemnach folte die Absicht dieses Prinzen dahin gehen, wie er dieser beyden Generais Conjunction hindern, und sie beysderseits angreiffen möchte, che sie mit einander zusammen stoffen könnten.Allein der Mangel der Känntniß der Beschaffenheit des Landes machte, daßer das falsche Scheinwerck des Herrn von Luxembourg, der, wie er an demFluß Ourte stund, sich stellete, als wenn er, durch Condros und den ArdennerWald, nach Sedan oder Mézieres gehen wolte, für wahr hielte, und sich dasher gegen Huy und Namur zog, mithin aber sich von dem grossen Dammallzuweit entfernete, so daß der Herr von Schomberg bis bey Tongern rückenkonnte, da indessen und zu eben der Zeit der Herr von Luxembourg, vermitstelst eines behenden Marfches, bey Mastrich über die Maas gieng, und ohneeinige Beschwerlichkeit bey Tongern anlangte. Hätte der Prinz von Ora-nien Condros und den Ardenner- Wald recht gekannt, so würde er wohl ge=mercket haben, was für groffe Schwürigkeiten Mr. de Luxembourg im Mosnath December da finden sollen, wenn er durch dieses Land mit einer Armee,

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