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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XI.

Holz über dem äussersten Theil unsers lincken Flügels zu Fuß auf der erstenLinie machte. Auch stund so gar der mittelste Theil unsers Fuß- Volcks entweder zu weit heraus oder zu weit zurück in der Tiefe, wie mir solches dieallerrichtigsten Abriffe zu erkennen gegeben haben. Jedoch scheinet es mir amgewissesten, daß man keinen vernünfftigern Entschluß faffen können, als wennman die ganze Armee disseit der Tiefe behalten hatte, gestalt deren VorderTheil würde, durch viele Linien, so den rechten und lincken Flügel nach denGehölzen von Sars und Janfars gekrümmet, feyn eingenommen worden, damitdiese beyde Flügel die Feinde desto leichter in der Seite angreiffen mögen,wenn sie aus der Tiefe heraus gekommen, und unsere Fronte anfallen wollen,wo sie anders sich dieses unterstehen dürffen, wie ich es nicht glauben kan.Hätte auch hiernächst der Marschall de Villars, als er den oten in dem Lasger bey Malplaquet anlangete, das Land jenseit der Tiefe selbst recognofci-ret, so wäre ich versichert, daß er die Spitze der Feinde, welche sich jenseit derTiefe blicken ließ, noch selbigen Tag angegriffen und allen Fleiß angewendethätte, seine Armee dergestalt in Schlacht- Ordnung zu stellen, daß er die Tiefehinter seinem Lager gelassen hätte. Diese einzige Einrichtung würde die Feindegehindert haben, sich an die Belagerung der Festung Mons zu machen.

Cap. XI.

Das eilffte Capitel.

Von der Versammlung der Armeen.

N der Manier eine Armee zu versammlen, welche offenfivèagiren soll, habe ich nur drey wichtige Fehler begehen sehen.Der erste ward, in dem Jahr 1667, begangen, als der König seine Armee bey Amiens zusammen kommen ließ. Sie war da von der Vollstrescfung der ersten Absicht, als darauf man zielte, nehmlich von der Festung Char-leroi, allzu weit entfernet: angesehen man eine Armee, nach ihrer Versammlung, das erste mahl keinen allzu langen Marsch, ohne eine ganz unumgångliche Noth, thun lassen muß, aus Ursachen, weil man Menschen und Pferde,die est aus der Ruhe kommen, allzu sehr abmattet, und daher, den ganzen FeldZug über, die Armee von ihren besondern Equipagen so wohl, als auch denjenigen, welche zu dem Proviant und der Artillerie bestimmet, keine so guteDienste zu gewarten hat. Wäre des Königs Armee in der Gegend Cha-teau Cambrefis zusammen gekommen, würde sie den Spaniern deshalbernicht weniger verschiedene andere Sorgen gemacht haben, und wäre nicht sosehr mitgenommen worden, als es in der That geschehen, wie sie bey Char-leroi anlangte, massen sie sich da, für eine Armee, die offenfivè zu gehen willens ist, und deren erste Bewegung, nach den wahren Regeln des Offenfiv

Kriegs,