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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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147
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap.XII. 147folche zu gleicher Zeit angegriffen wurden, ohne daß sie von der allgemeinenBewegung der Armee des Marschalls de Turenne einige Wissenschafft erlanget hatten.

Dieses Erempel wird dienen zu zeigen, daß man auf die geringsten Bewegungen, welche ein geschickter General seine Truppen machen lasset, stetsein wachsames Auge haben muß; weil man sich versichert achten soll, daß erniemahls einige vergebener weise vornehmen låsset, sondern daß solche immer ein geheimes Vorhaben in sich faffen, und auf dessen Vollziehung gesrichtet sind.

Im Jahr 1676. that der Marschall von Schomberg einen sehr schönen Marsch, sich vor dem Prinzen von Oranien zurück zu ziehen, nachdem erihn genöthiget, die Belagerung vor Mastrich aufzuheben. Er war viel schwächer als gemeldeter Prink, der ihn angreiffen wolte; nichts desto wenigerwuste er seine Bewegungen so wohl einzurichten, und sich mit dem Jaker dermassen zu bedecken, daß er nachmahls in die Méhaigne gieng und Charleroierreichte, ohne daß es dem Prinzen von Oranien möglich war es zu einemTreffen zu bringen, so grosse Lust er auch darzu hatte.

Im Jahr 1677. waren alle Bewegungen und Märsche des Marschallsde Crequi, vor dem Herzog von Lothringen, schön und voller Wissenschafft.Dieser Marschall ließ seinen Feind, vier ganzer Monath über, niemahls ausdem Gesicht, sondern wiederfaßte sich allemahl dessen Bewegungen von vornen, so offt er einige vorwärts thun wolte, entweder an der Saar in Lothrinsgen einzufallen, oder bey Mouzon über die Maas zu gehen, ohne daß der Herzogvon Lothringen, bey den kühnen Bewegungen, die der Marschall de Crequiseine Armee thun ließ, Gelegenheit finden konnte, ihn anzugreiffen; weil derMarschall, so ein allgemeines Gefecht vermeiden wolte, auch seine allergeringste Bewegungen so wohl einrichtete, daß er diesem Fürsten niemahls einige Zeit ließ, dadurch es ihm möglich werden können, mit einem vermuthlichglücklichen Erfolg ein Gefecht anzutreten.

In meinen Nachrichten von dem Kriege habe ich, wegen des Verhalten eines Generals, dem ein Project von der Beschaffenheit anbefohlen worsden, zwar keine Lehre zu einer Regel gegeben, immassen es würde unmöglichgewesen seyn, von dieser Materie etwas zu sagen, das da zu einem sichern Grund-Satz hatte dienen mögen; jedoch hat alles dasjenige, was der Marschall deCrequi, diesen ganzen Feldzug über, gethan, bey der Untersuchung der mancherley Absichten, welche eine Armee zum marschiren haben kan, bereits seineRegel gefunden. Im übrigen ist gewiß, daß bey den gesammten MarschenDes Marschalls de Crequi einige Stücke von den Lehren und Fürsorgen, welche ein General haben soll, wenn er seine Armee marfchiren lasset, beobachtet

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