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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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213
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXIX. 213vermittelst eines nächtlichen Marsches, mit dem Theil des Mormaler- Walsdes, der auffer der Linie ist, bedeckte, es ihm so denn nicht schwer fallen dürfte,den Übergang über die Sambre, zwischen Barlemont und Maubeuge zu übersfallen, und diesen Ort disseit der Sambre zu berennen, ehe man mit der ganhen Armee dahin gelangen können. Daher ich denn behaupte, daß, wennman ja Lust gehabt hätte, neue Linien anzulegen, es weit kluger gewesen, wennman deren lincke Seite an Condé gefeget, und die rechte an Maubeuge långstDem Honneau angeleget, und diesen kleinen Fluß nur einen halben CanonenSchuß von der Linie gelassen hatte, damit man dem Feind alle mögliche Geslegenheit entziehen können, sich zwischen dem Honneau und der Linie zu formiren,und da einige Bewegung vorzunehmen.

Wäre sie nun auf die Weise abgezeichnet worden, so würde man nochviele andere Vortheile dabey angetroffen haben: 1) wäre sie nicht so weitsläufftig geworden; 2) liesse man solche an zwey Festungen stoffen, welcheman durch diese Linie beschirmte; 3) konnte man der unvermeidlichen Sorgsfalt, wegen des einen Theils der Linie, von Barlemont bis an Maubeuge,überhoben seyn, welches bey so gestalten Sachen sehr schwerlich geschehenmag, weil die Sambre von Maubeuge bis nach Barlemont eine ziemlicheKrumme macht, und also die Beschirmung von diesem Theil der Linie entsfernet.

Ja der andere Theil der neuen Linie, von Barlemont bis nac) Charleroi,auch mit viel grösserer Schwürigkeit zu behaupten: denn wenn sich derFeind, Maubeuge gegen über, in der Absicht postiret, daß er in die Linie anDer Sambre dringen wolle, und zwar entweder in den Theil, der zwischen Bar-lemont und Maubeuge ist, oder zwischen diesem Ort und Marchiennes ander Brücke, dahin man einen wichtigen Peften bestellet hat, so ist gewiß, daßder sich so gesetzte Feind beysammen stehen, des Königs Armee hingegen, durchDie Sambre, getrennet seyn würde, weil sie zu gleicher Zeit auf die ErhaltungDer Linie ven Marchiennes bis an Quefnoi ein wachsames Auge haben müste,daraus aber folget, daß diese neue Linie, wieder die Regeln, in Ansehungder Anlegung und des Gebrauchs der Linien, so ein Land zu bedecken bestimmet, find abgestochen worden. Da solche nun von fornen und neben einansder gefährlich zu bewahren, so werden folche vergebens angeleget, massen ich,Durch die vorhergehenden Exempel erwiesen, daß die Länder, welche man, durchLinien, bedecken wollen, einig und allein durch vortheilhaffte Poften erhaltenworden, welche von den Generals, so dieselben bewahren sollen, ohne sichum die Linien zu bekümmern, sind eingenommen worden: angesehen sie diesselben, weil sie von fornen unmöglich zu erhalten gewesen, iedesmahl verslassen, und dadurch ihre Armee vor grossen Beschwerlichkeiten bewahrethaben.D

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