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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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224 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI.

die gesammte Colonne der feindlichen Armee, die marschirte, vorgenommenward, keines weges aber wieder eine Armee, die sich zum Fechten in gewöhnli-che Ordnung gestellet gehabt hätte.

Inzwischen daureten diese unterschiedene Gefechte über sechzehen Stunsden, immassen solche frühe um acht Uhr angegangen, und erst nach Mittersnacht ein Ende gewonnen haben. Auch wurden, nach dem Bericht derPfarrherren aus den Dörffern, bey welchen diese Gefechte vorgiengen, in demRaum, wo man getroffen, über sieben und zwanzig tausend Corper begraben.Es nahmen aber selbige darum ein Ende, weil wir unsers Orts theils desHandels müde waren, theils auch weil zu Ende der durchschnittenen und en-gen Gegenden, wo die unterschiedenen Treffen gehalten worden, sich eine sehrfreye Ebene befand, auf welcher die gesammte Reuterey des feindlichen Vor-trabs, die in dem Gefecht gar nichts gelitten, in Schlacht- Ordnung stund,die etwa geschlagenen Truppen aufzunehmen, und hiernächst das Fuß- Volckvon ihrem Vortrab, welches über dem Dorff du Fays stehen blieben und sichda in Schlacht- Ordnung gestellet, auch einen hohlen Weg vor sich hatte, welcher aus erwähntem Dorff bis an das Holz gieng, so dessen lincken Flügel besDeckte, allzu gut poftiret war, als daß es hätte über den Hauffen geworffenwerden können, zumahl da felbiges zwey Linien Neuterey in Schlacht Ord-nung hinter sich hatte.

Die besondern Umstände hiervon will ich an diesem Ort nicht wiedershelen, angesehen ich diesfalls schon anderwärts weitläufftige Meldung gethanhabe; jedoch will ich nur so viel davon anführen, damit ich Gelegenheit habe,Denjenigen, welche des Printen von Condé Ruhm beneiden, das Maul zustopffen: angesehen ihm diese vorgeworffen, er habe seine ganze Armee nichtzum Voraus in gebührende Ordnung gestellet, ein glückliches Vorhaben wie-der die feindliche Armee in das Werck zu richten. Vernünfftiger weife aberkonnte man ja nicht dencken, daß die Feinde, wie sie so nahe ben des KönigsArmee aufbrachen, mit ihrer Nachläßigkeit, mit ihrem Mangel der Vorsicht,und, damit ich diesem noch mehr beyfüge, mit ihrer Vermessenheit und Un-wissenheit, auf den Grad, als sie gethan, und ich schon anderwärts gezeiget,zu gehen sich gefallen lassen würden. Gedachter Prinz glaubte, er würdeweiter nichts, als zum höchsten ein Gefecht mit dem Nachzug, nehmlich mitder Reuterey und dem Fuß- Volck, so in und hinter dem Dorff Seneff stund,veranlassen können, wenn solche Truppen ingeheim aufbrechen und dem Hinstertheil der Colonne ihrer Armee nachziehen würden: denn wie konnte mangedencken, daß der Feind so verwegen seyn und die Colonnen seiner ArméeDen Marsch fortsetzen lassen würde, ohne einige Truppen an den ersten engenOrt zu stellen, um diejenigen von seinem Nachzug aufzunehmen, falls sie etwa

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