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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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232 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI.

ren, daß er nehmlich, in dem Monath December, eine Armee, die seit demMertz in dem Felde gestanden, die Winter Quartiere beziehen lassen wolte,gaben demnach) Anlaß, daß die Feinde in ihren Quartieren ruhig blieben.Darauf aber ließ Mr. de Turenne seine Truppen, bey Tannes und Bedfort,auf einmahl über das mit Schnee bedeckte Gebürge geben, und kam also, inDemOber- Elsaß, mitten in die Quartiere der Feinde, ohne daß diese davon diemindeste Nachricht hatten.n

tho Solchemnach schlug er bey Mühlhausen diejenigen, welche sich aufmaschen, zusammen stoffen und ein Corps formiren wolten; die andern aber, soer hinter sich ließ und noch nicht beyfaminen waren, machte er zu Kriegs- Gesfangenen, und marschirte nach Colmar, wo des Churfürsten von Brandenburg Haupt- Quartier war, und woselbst alle Fürsten und Generals- Perfonen von feindlicher Seiten ihre Wohnungen hatten, auch eben damahls alldaangelanget waren, daß sie das Fest der H. drey Könige begehen und sich dasben mit einander ergoßen wolten, so daß es ihnen nicht einmahl in die Gesdancken kam, daß der Marschall de Turenne bey der Hand seyn und diesesFest unversehens stöhren könnte. Auch war die Bestürzung, welche durch dieAufheb und Zerstöhrung der Quartiere, so bey Mühlhausen sich versamm-len wollen, unter gedachten Fürsten und Generals, dermassen groß, daß sie nurso viel Zeit hatten, diese Stadt, in dem Augenblick, da sie sich zur Tafel setzenwolten, zu verlassen, und den Übergang an dem Bach, so nach Colmar hinsab gehet, so lange zu behaupten, daß die Fürsten, welche drunten in den Quartieren lagen, Zeit bekamen, nach Straßburg zu fliehen, und daselbst wiederüber den Rhein zu gehen. Jedoch war die Strenge der Jahrs- Zeit, und dieUfer des Bachs, so nur halb gefroren, allerdings Ursache, daß unsere ganz ersmüdete Truppen, bey ihrer Ankunfft, gegen die feindlichen, so längst erwähntem Bach postiret stunden, keinen so starcken Anfall thun konnten, daß siedenselben, vor einbrechender Nacht, hätten erobern mögen, wodurch es denngeschahe, daß ein Theil der feindlichen Armee, und der Bagage, so zu Colmarwar, solcher gestalt erhalten ward. Nachdem nun diese Armee zu einer all-gemeinen Flucht auf diese Maasse gebracht worden, so sahe sie sich gezwungen,wieder über den Rhein zu gehen, andere Winter Quartiere in Teutschlandzu suchen, und mithin von den grossen Anschlagen, welche sie in dem nächst- kom-nenden Feldzug, ihren Gedancken nach, zu vollstrecken gemeynet war, gänzlichabzustehen.

Dieses Erempel giebet den Ausschlag, wenn man die Grösse der Vorsheile, und die Frucht, welche eine zu rechter Zeit unternommene Action her-vorbringet, genüglich erweisen will ob gleich bey solchem Treffen der Verlustan Mannschafft so groß eben nicht gewesen sey: allermassen die Reputation,

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