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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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234
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Schlacht

234 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI.

in genaue Überlegung gezogen hat, wie nicht weniger was auf das allergeschickteste vorgenommen werden mag, seinem Feind einen Anschlag zu versbergen, und denn auch alles, was bey der Vollstreckung eines reiflich über-legten und auf den Punct seiner Vollziehung weislich gebrachten Vorhabens,von Judicio und Behendigkeit iemahls angewendet werden kan.

Das Jahr 1675. wird mir, über die Schlachten bey Altenheim und Con-Saarbrück, Betrachtungen anzustellen Gelegenheit geben.

Als der Marschall de Turenne, in dem Augenblick, da er die feindlichebey Alten: Armee, welche auf der andern Seite des Dorffs Sasbach in Schlacht- Ord-heim.nung stund, anzugreiffen sich fertig machte, mit einer Stück- Kugel getödtetworden, blieb des Königs Armee, welcher dieser grosse Capitain auf solcheMaafse alleweile entrissen worden, in eben der Stellung, darinnen sie sich, indiefem betrübten Augenblick, befunden hatte. Es stund nehmlich deren lincker Flügel und deren Centrum in Schlacht- Ordnung auf dem Platz, welchendie Aranee, indem sie auf den Feind anrückte, einnehmen solte, und der rechteFlügel war in Bewegung auf eben der Fronte zu marschiren, allein er warnoch nicht daselbst angelanget. Indessen geriethen die beyde General- Lieutenants, Mr. de Lorge und Mr. de Vaubrun, so unter dem Marschall de Tu-renne dieneten, durch dessen Tod, welcher in dem Augenblick, der für eine Arsmee so unglücklich ist, erfolgte, auf der Stelle in eine nachtheilige Zwietracht,so daß der rechte Flügel, der stille stund, ganz unbeweglich blieb und seinenMarsch nicht vollendete, um sich auf die Fronte des lincken von dem Centroin behörige Ordnung zu stellen. Mr. de Lorge, als der älteste, bestund darauf, daß ihm das Commando über die gesammte Armee allein gebührte;Mr. de Vaubrun hingegen verlangte, daß das gemeldete Commando über diegange Armee fernerhin unter ihnen wechsels- weise geführet werden müste, bisder König die Sache, wegen eines Obern, selbst ausgemachet hatte. Ergründete sich auf die Gleichheit des Grads, und daß, in den Kriegs- Ord-nungen, diesfalls nichts entschieden ware; auch führte er viele Exempel an,da Generals Personen von gleichem Grad das Commando wechsels- weise miteinander geführet hätten. Nichts desto weniger hatte Mr. de Vaubrun dasberühmte Exempel der Herren Marschalle de Crequi, d' Humieres und deBellefonds wieder sich, massen diese in dem Jahr 1672. dem Marschall deTurenne gehorchet hatten. Zwar hatte Mr. de Torenne in der That versmeynet, daß ihm dieses wegen seiner Stelle eines Maréchal- General desCamps und der Königlichen Armeen zukame; allein die Herren Marschallehatten sich gefallen lassen, von ihm, als dem ältesten, die Ordre anzunehmen,ohne daß sie diesen in Franckreich neuen Titul gut bieffen, auch hatte sich derKonig damahls noch nicht so weit erkläret, daß solches der Sache, auf die

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