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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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235
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI. 235.

künfftigen Zeiten, einen Ausschlag hat geben können: immaffen es erst nachdiesem geschehen, daß Se. Maj. in Ansehung des Commando zwischen denGenerals Personen, diese Sache dem ältesten, so mit den andern sich ingleichem Grad befindet, zum Vortheil entschieden haben.

Dieses war also die Ursache des Streits zwischen den Herren de Lorgeund de Vaubrun, welcher bald Ursach an dem Untergang der Königlichen Aremee gewesen, massen solcher sich von dem Tage, da Mr. de Turenne todtgeblieben, angefangen, und bis auf die Todes- Stunde des Herrn de Vau-brun, welcher bey den ersten Angriffen, an dem Tage der Schlacht bey All-tenheim, das Leben eingebüffet, seinen beständigen Fortgang gehabt hat.

Inzwischen trachtete der General Montecuculi, welcher des Marschallsde Turenne Tod den Augenblick darauf wuste, weil ein Teutscher CammersDiener, so Mr. de Bouflers gehörte, zu dem Feind übergieng und ihm diessen Zufall hinterbrachte, keines weges dahin sich die Würckung, welche dieserTod hervorbringen konnte, bester massen zu Nutz zu machen, unerachtet ermit seinen Augen fabe, daß die Bewegung des rechten Flügels nachließ, undsich nicht vollends in Schlacht- Ordnung stellete, wie ich bereits oben ange-führet habe.

Dieser General hielt dafür, er stünde auf einem so vortheilhafften Plak,daß er die Schlacht da gar wohl annehmen könnte, wolte also diesen Voratheil nicht verlieren, und auf eine Armee los gehen, welche, daferne sie sichvollends in Ordnung stellete, auf eine kleine Höhe, welche längst dem Bachvor dem rechten Flügel und dem Centro der Königlichen Armee weggieng,ihres Orts würde gekommen seyn. Daher achtete er es des Kaysers Angelegenheiten für zuträglicher, wenn er, bey gegenwärtigen Umständen, des Kösnigs Armee wiederum über den Rhein gehen ließ und den Krieg in Elsaß wie-der ergänzte; an statt daß ihm kurz zuvor Mr. de Turenne nicht allein denEingang in gedachte Proving verwehrete, sondern auch fertig stund, ihn dahinzu bringen, daß er entweder wieder über den Neckar zurück gehen, oder wie-der seinen Willen fechten müste. Damit nun Mr. de Montecuculi zu dem-jenigen, was er sich vorgesetzet, gelangen möchte, so schickte er, unter demCommando des Generals Caprara, die Reuterey von dem lincken Flügel sci-ner Armee ab. Dieser nahm darauf, in dem Gesicht des rechten Flügels derKöniglichen Armee, seinen Marsch über das Gebürge, und gieng nach Offensburg und Wildstadt, woselbst wir, zu der Sicherheit unserer Brod- Fuhren,einiges Fuß- Volck gelassen hatten, weil selbige nicht anders zu der Armee ge-langen konnten, als aus dem Elsaß und über die Altenheimer Brücke.

Dieweil nun diese erste Bewegung des Generals Montecuculi unfernGenerals zu erkennen gab, daß, wenn Mr. Caprara sich unserer Brücke beyAltenheim

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