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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI. 243

auf die Feinde vornehmlich ihre Absicht gerichtet, sich nicht würde erstreckethaben, vichweniger aber der Marschall de Crequi, welcher sich, nach verlohrner Schlacht, in diesen Ort hinein sperrete, von ihnen darinnen würde gefangen genommen worden seyn.

Im Anfang des Frühlings 1677. ward die Schlacht bey Cassel gehals Schlacht beyten, die des Königs Bruder dem Prinzen von Oranien abgewann. Caffel 1677.

Nachdem der König Valenciennes eingenommen, gienge er hin und belagerte Cambrai, und ließ zugleich, durch seinen Bruder, unter welchem derMarschall d' Humieres commandirte, die Belagerung der Stadt St. Omervor die Hand nehmen. Mittlerzeit hatte der Prinz von Oranien nicht baldgenug eine hinlängliche Armee, Valenciennes zu entfeßen, zusammen bringenkönnen, und da er auch, in einer so frühen Jahrs- Zeit, unüberwindliche Schwürigkeiten angetroffen, mit seiner Armee bis nach Cambrai zu gehen, so wandteer alle seine Sorgfalt auf die Erhaltung angeregter Stadt St. Omer. Zudem Ende zog gedachter Prinz seine gefaminte Macht bey Ypern zusammen,in der Absicht es dahin zu bringen, daß die Belagerung darvor aufgehobenwürde, oder aber, daß er des Königs Bruder vor dieser Festung angreiffenwolte. Doch weil der König auf die Bewegungen seiner Feinde ein genauesAuge hatte, und wohl sahe, daß sie nicht so nahe waren, daß sie seine vorgesnommene Belagerung stöhren könnten, so schickte er, unter dem Commandodes Marschalls de Luxembourg, ein Corps Truppen von seiner Armee ab,um solcher gestalt die Armee seines Bruders zu verstärcken.

So bald nun Mr. de Luxembourg allda angelanget, ward beschlossen,daß man vor St. Omer nur die Wacht in den Lauff Gråben, und einige wenige Truppen zu der Quartiere Sicherheit lassen, und auf den Feind los gehen wolte. Dieser war bis disfeit Cassel angerücket, welches hinter dem Lasger war, hatte auch seine Fronte mit einem Bach, so mit Zäunen besetzet,wohl bedecket, und stund auf einem Platz, der immer höher ward, ie weiter ervon dem Bach abwiche, in voller Schlacht Ordnung, dergestalt, daß deffenUfer von einem Theil des Fuß- Volcks von seiner ersten Linie bewahret wurden. Indem man nun den Feind in dieser Ordnung saye, so rückte des Kösnigs Armee an, in der Absicht dasjenige, so den Bach besetzet hielt, so fortanzugreiffen. Allein der Marschall d'Humieres, welcher den rechten Flügelder Armee commandirte, wagte sich mit seinem Flügel ein wenig allzu weit,indem er einen Theil seiner Reuterey über die Brücke des Bachs, so er vorfich fand, gehen ließ, ehe das Centrum und der lincke Flügel, auf der Fronteder Linie, sich der Ufer des Bachs bemeistert hatte, daher auch diese gefährliche Bewegung, welche die Reuterey von dem rechten Flügel von der übrigen Armee trennete, keinen guten Ausgang gewann: angefeyen diese Reute

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