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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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250
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250 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI.

könnte: immassen es allzu gefährlich gewesen seyn dürffte, wenn der Feind wissen können, daß solche vorgenommen würde.

Der Fürst von Waldeck stund auf einem Platz, der auf seinem rechtenFlügel ein wenig aufwärts gieng, in Schlacht- Ordnung, mithin machte dieserin etwas erhabene Ort einen kleinen Umschlag, welcher von dem äusserstenTheil des rechten Flügels nicht gesehen ward, und auf der Ebene immer ab-nahm, nach der Maasse da er sich dem Platz näherte, daher Mr. de Luxembourg auf seinen Feind anrückete. Dieser kostbare Augenblick war es, dadie Fronte der Königlichen Armee an dem Ort anlangte, wo selbiger Plak soweit erhaben war, daß der Fürst von Waldeck die Fortsetzung des MarschesDer Neuterey von dem lincken Flügel nicht mehr sehen konnte; es war, sageich, der kostbare Augenblick, den Mr. de Luxembourg mit einer erstaunens-würdigen Geschicklichkeit ergriff, und dem Herrn de Gournai, einem sehr gutenOfficier zu Pferd, anbefahl, sich gedachten Umschlag, so dem Feind die Kanntniß von der erfolgenden Bewegung entzog, bestens zu Nuz zu machen, und dengangen lincken Flügel von der Reuterey gegen die rechte Seite des Feindes zuführen, iedoch mit der Sorgfalt, daß er, auf seinem Marsch, mit der rechtenfeines lincken Flügels wiederum an den lincken des Fuß- Volcks zu stossenkáme, und zwar gleich zu der Zeit, da dieses nahe genug seyn würde, die Frontedes feindlichen Fuß- Volcks anzugreiffen.

Nachdem nun diefe Bewegung, die, wenn sie von dem Feind gesehenwerden können, allerdings gefährlich), dagegen aber dem Gewinn der Schlachtden Ausschlag zu geben vermögend war, eben so geschicklich vollzogen, als sieFlüglich ausgesonnen worden, so befand sich der ganze lincke Reuter Flügelvon der Königlichen Armee, in der Figur einer Krücke oder Schnell- Galgens,gegen der Flanque des feindlichen rechten Flügels, unerachtet selbiger an unfereLinie zu Fuß stieß. Solcher gestalt stach unser Volck über den Feind weg,und ward von einer Fronte, die derjenigen, so er einnahm, gleich war, in derSeite angegriffen. Daher als er auf seinem rechten Flügel zu eben der Zeit, inder Seite, angegriffen ward, da sein Centrum und lincker Flügel sich, gegenden Anfall des Centri und rechten Flügels der Königlichen Armee, zu wehrenhatte, so fiel es dem Fürsten von Waldeck nicht möglich, der Unordnung aufseinem rechten Flügel abzuhelffen. Auch breitete sich diese Unordnung, sonderSchwürigkeit, auf dem Centro und lincken Flügel aus, wodurch denn dieVerlassung der Wahlstatt, der Verlust der ganzen Artillerie, und bey nahedes gesammten Fuß- Volcks, verursachet ward, weil der Fürst von Waldeckallzu viel davon in das Dorff Ligni geleget hatte, folches aber von dar nichtwieder heraus bekommen mochte, so bald es von der Reuterey verlassen war.

Diese Erzehlung giebet zu erkennen, daß eine Wahlstatt, die von einem

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