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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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252 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI.

des Po- Flusses bedecket werden, immassen über demselben der Platz bis anden Po sehr vortheilhafftig war; allein gedachter Fürst satte über dies eineBeuge, welche gemeldeter Damm hatte, so gar aus den Augen, daß er solchenicht einnahm. Hätte er seinen lincken Flügel an diese Beuge gestellet, welcheeben so hoch war, als erwähnte Feld- Hauser auf dem rechten, so wären dieFlügel zur rechten und lincken auf den Seiten gleich bedecket gewesen, undzwar auf dem lincken mit dem Vortheil, daß, weil der Platz inwendig in diesser Beuge viel geraumer, als der von aussen, war, wo wir an diese bedeckteFronte kommen musten, ein Theil der Neuterey von dem lincken Flügel derArmee des Herzogs von Savoyen jenseit dieser Beuge sich mögen ausbreiten,im Fall man das feindliche Fuß- Volck von dar hätte wegtreiben können.

Aus der Erzehlung dieser übeln Einrichtung des Herzogs von Savoyenauf dem rechten und lincken Flügel, siehet man, daß die Fronte von der erstenLinie auf gleiche Art entfernet war, auf dem rechten das Fuß- Volck, so in deneinzeln Häusern stund, zu beschirmen, und auf dem lincken zu hindern, daßDas Fuß- Volck von des Königs Armee nicht bis an offt- gedachte Beuge kame.Als diese nun da anlangte, ward sie längst der Beuge dieses Damms aussgebreitet, wo sie zwar den lincken Flügel der feindlichen Reuterey, unter ihremFeuer, antraff, solche aber bald nöthigte, sich weiter zurück zu stellen, als dieFronte ihres Fuß- Volcks war. Daher bekam die Neuterey von dem rechtenFlügel der Königlichen Armee, so bis dahin hinter dem Fuß- Volck gestanden,Mittel an die Hand, bey nahe eben den Platz einzunehmen, welchen der linckeFlügel von der feindlichen Reuterey zuvor innen gehabt hatte. Nachdem nundarauf das Fuß- Volck bey diesem Damm nichts mehr nutz war, weil es bereits gethan, was es thun wollen, nehmlich den lincken Flügel der feindlichenReuterey von dar weg zu treiben, so breitete sich dieses Fuß- Volck, sage ich,auf der lincken dergestalt aus, daß es wiederum an die Fronte des Fuß- Bricksder Armee in Schlacht- Ordnung stieß, und hiernächst auf die Fronte, desfeindlichen Fuß- Volcks anrückte, welches denn bald über den Hauffen gesworffen und geschlagen ward.

Wäre des Herzogs von Savoyen Einrichtung von ieht gedachten Fehlern befreyet gewesen, so ist es wahrscheinlich, daß die Armee dieses Fürstennicht wäre so leicht geschlagen worden, weil des Königs Armee in ein Ungesmach gerathen, dem man nicht che, als bis nach erhaltener Schlacht, hat abhelffen können, und dieses bestund darinnen.

Mr. de Quinfon, Maréchal de Camp, commandirte den lincken Flügelder Reuterey, als die Armee sich zu bewegen anfieng, und auf den Feind lossgeben wolte. Diesem beliebte sich auf der lincken zu öffnen, damit er demCentro und dem rechten Flügel hinlänglichen Platz laffen möchte, daß sie neben

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