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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI. 253

einander marschiren könnten; allein durch diese Bewegung befand er sich,ohne es innen zu werden, ausser der Quelle des Bachs bey Staffarden, underkannte nicht ehe, daß er von dem Fuß- Volck getrennet ware, als wie dieReuterey nicht mehr durch selbigen Bach gehen konnte. Solchemnach konnteer die ganze Zeit über, da die Schlacht währete, und über sechs Stundendaurete, nichts anders thun, als neben dem Ufer daher ziehen, um da einen Ortanzutreffen, wo er könnte hinüber gehen; doch fand er dieses erst bey der Abten von Staffarden, welche hinter der feindlichen Armee lag, allwo eine Brückeüber den Bach war, wiewohl solches nur nach erhaltener Schlacht erfolgte.Also ward diese Schlacht ohne den lincken Flügel geliefert und gewonnen.

Bey diesem Exempel finde ich die Straffe eines Generals, der seine Ar-mee schlagen låffet, weil er nicht gefchickt genug gewesen, die Vortheile zu erkennen, welche er, vermittelst des Plazzes, wo er die Schlacht, so ihm seinauf ihn losgehender Feind liefern wolte, anzunehmen beschlossen hatte, erhalten konnte. Jedoch ist diese Fähigkeit weit geringer, als eines Generals seine,welcher auf der Stelle den vortheilhafftesten und sichersten Entschluß faffen kan,wie er seinen Feind über den Hauffen werffen könne.

Das Jahr 1691. versichet mich mit einem Exempel von der andern Art Treffen beyLeufe 1691.der grossen Treffen, in dem Gefecht bey Leufe.

Der Prinz von Oranien stund zu Ende des Feldzugs bey Leufe, undMr. de Luxembourg war mit des Königs Armee unter Tournai, wo es schiene,als wenn er auf nichts weiter dachte, als wie er die feindliche Armee aus ein-ander gehen sehen, und darauf des Königs seine also fort die Winter- Quartiere beziehen lassen wolte.

Indem es von Tournai bis Leufe ein ziemlich weiter Weg war, sogab solches dem Printzen von Oranien Anlaß, zu vermuthen, daß seine Armeeausser Gefahr wäre, wegen des Herzogs von Luxembourg, bey ihrem Aufebruch, etwas zu befürchten, daher war dieser Prinz der Meynung, es wäreschon genug, wenn er vor dem Lager, das er zu verlassen willens war, ein anfehnliches Corps Neuterey so lange stehen ließ, bis daß seine Armee über denBach Catoire, der hinter seinem Lager war, völlig gegangen wäre, unterließaber dabey, die Brücken, so über erwähnten Bach giengen, mit Fuß Volckzu besetzen, um seinen Nachzug von Reuterey anzunehmen, und solche, beydem Übergang über die Brücken, zu beschirmen, falls daß sie etwa getriebenwerden solte.

Mr. de Luxembourg, der Vorhabens war, seinem Feind eins anzuhan-gen, wenn er aufbråche, gab auf diese Bewegung genaue Achtung, um sichdieselbe zu Nutz zu machen, falls solche nicht mit Klugheit und Vorsicht vollbracht werden solte. Nachdem er nun vernommen, daß sein Feind am an

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