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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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277
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI. 277

., Theil seiner Armee jenseit der Etsch, über Verona, hat, vernünfftiger weise„ nicht gedencken kan, das Quartier zu Carpi dem ungeachtet verstärcket wers,, den muß, wie nicht weniger diejenigen, so hinter demselbigen sind, damit mansich der Wiedervereinigung des Theils der feindlichen Armee, so jenseit der, Etsch ist, mit demjenigen, welcher über gedachten Fluß gegangen, mit Nach,, druck wiedersehen könne...

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Dieses Urtheil habe ich nicht etwa, nach dem Treffen bey Carpi, erst gesfållet, massen glaubwürdige Leute sagen könnten, daß ich, viele Tage vor diefem Gefechte, felbige Einrichtung der Königlichen Armee mißbilliget habe, weilich befürchtete, es möchte selbiger zum Nachtheil gereichen. Ich wiederholehier demnach weiter nichts, als was ich zur selbigen Zeit schon gesaget habe,nehmlich wenn einem anbefohlen, auf die Bewegungen seines Feindes achtungzu geben, und man genöthiget ist, nach demjenigen, was er thut, sich zu richten,man so denn die allergeringsten Umstände seiner Bewegungen sorgfältiglich,mit Fleiß und gründlich untersuchen, und sich an seine Stelle setzen und dencfen muß, als wenn er eure Einrichtung vollkommen wüste, wie auch wohl innen hätte, was er für Vortheile, durch die begangenen Fehler, erhaltenkan. Wenn man sich, in dem Kriege, auf diese Art verhält, so geråth manschwerlich in die Neße, wenn solche auch schon von einem geschickten Feind aufgestellet werden.

Die andere Begebenheit in diesem Feldzug, in Italien, ist das Treffenbey Chiari, welches zu der andern Art der groffen Gefechte gehöret. Wirwaren, bey dieser Gelegenheit, die Angreiffer eines Poften, welchen der Feind,an der Spize seiner Armee, zugerichtet und bereitet, wir aber nicht einmahlrecognofciret hatten, so gewißlich ein sehr merckwürdiger Umstand ist, um zuzeigen, daß dieses Vornehmen eine vergebene Sache war, wenn es auch gleich,mit einem glücklichen Erfolg, hätte vollstrecket werden können. Es hatte aberdamit folgende Bewandniß.

Der Herzog ven Savoyen war Generaliffimus von den Armeen der bey-den Cronen, und man hat, von selbiger Zeit an, nicht ohne Grund geglaubet,daß dieser Fürst, mit dem Prinzen Eugenio, ein geheimes Verständniß hatste, immassen er ihm alle Anstalten und Bewegungen unserer Armee zu wissenthat. Gleichwie aber der Hof, mit dem Marschall de Catinat, nicht zufriedenwar, so wohi wegen seiner ersten Einrichtungen, welche den Handel bey Car-pi veranlasset, als auch wegen seiner übereilten Mårsche, damit er sich hinterden Oglio und die Adda segen möchte, so schickte der König den Marschallde Villeroi ab, daß er das Commando über seine Armee in der Lombardeyannehmen solte. Indem nun dieser neue General bey seiner Ankunfft ,, durcheine Kriegs- Verrichtung, sich hervorthun, und den Truppen, welchen die Rück-märsche

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