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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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287
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI. 287

Graben, und gieng der feindlichen Armee entgegen, welche er darauf antraff,als sie, über den Arm des Speyerbachs, der ihm am nähesten lag, eben vollendsgegangen war, auch bey nahe in voller Schlacht- Ordnung stund.

Die Vernunfft hatte erfordert, daß Mr. de Tallard zwey Sachen gesthan hätte, ehe er an den Feind gerücket wäre, denselben anzugreiffen. Dieerste, daß, weil seine Armee von seinen Linien an, bis er dem Feind in dasGesicht kam, in Colonnen marschiret hatte, er zuförderst anfangen solte, sichzu foriniren, und in Schlacht- Ordnung zu stellen. Die andere, daß, wie erfich in Shlacht- Ordnung stellete, er seinen Platz nicht in dem Anrücken aufden Feind nehmen solte, damit er dem Herrn de Pracontal Zeit ließ, mit einemwichtigen Corps anzulangen, welches dieser heranführete, und von entlegenernOrten herkam, als die übrige Armee von der Belagerung. Allein diese beydeDinge, so vorläufig verrichtet werden sollen, wurden von dem Marschall deTallard auf gleiche Art aus den Augen gesetzet, indem er eine Armee, die inSchlacht Didnung stund, in Colonnen angreiffen ließ, auch machte dieses, daßDer Anfang der Action so nachtheilig war, daß Mr. de Tallard seine Armee,sonder einige Rettung, für geschlagen achtete.

Nachdem aber der Feind wenig geschickt war, sich diesen Fehler undunsere Unordnung zu Nutz zu machen, und hiernächst verabsäumet hatte, seisnen lincken Flügel auf den Plaz rücken zu lassen, den wir zur Fronte unfersrechten Flügels einnehmen können, wenn wir in Schlacht Ordnung gestanden hatten, so griff unser Fuß- Volck von dem lincken Flügel, das noch stetsin Colonnen war, dasjenige, so vor ihm stund, mit so grossem Nachdruck an,daß es in der feindlichen Infanterie, die in Schlacht- Ordnung war. eineDeffnung machte; und da dieser Angriff zugleich verursachet, daß die feindsliche Fronte zurück weichen muste, so formirte sich unser Fuß- Volck eine weistere Fronte, und war mit seinem Feuer so nahe bey der Hand, daß die feindliche Reuterey von dem lincken Flügel dadurch nöthigte, etwas Plaz fahrenzu lassen. Dieser kleine Vortheil gab unserer Neuterey von dem lincken Flüsgel Gelegenheit, sich so hoch, als unser Fuß- Volck, zu stellen, und als daraufDiese kleine Fronte, mit Erfolg, den Angriff gethan, so richtete sie auf demgangen lincken Flügel des Feindes eine so grosse Unordnung an, daß dieserüber Halß und Kopff in den rechten hinein fiel, welchen er gleichfalls in Un-ordnung brachte, weil sich zu eben der Zeit unser lincker Flügel auch ein wesnig formiret und eine Fronte zu machen angefangen hatte: darauf denn diefeindliche Reutercy, welche von der unfrigen hefftig bedränget ward, ihr FußVolck dergestalt im Stich ließ, daß solches bey nahe gang über den Hauffengieng. Dieses Erempel von einem glücklichen Erfolg, bey einer schlimmenEinrichtung, soll niemahls nachgeahmet werden, und der General, welcher in

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