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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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309
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI. 309vorsichtig, daß es gar nicht zu verwundern, daß diese Schlacht so betrübt ab-gelauffen, als es erfolget ist.

Es hat aber der Marschall de Villeroi, in Ansehung der besondern Einsrichtung, folgende wahre Fehler begangen, daher will ich bey dem lincken Flu-gel der Armee den Anfang machen, und der Linie bis an den äussersten Theildes rechten folgen; darauf will ich von der andern Linie und von dem Platzder Armee reden, und dabey zeigen, daß solche Einrichtung allenthalben unrich-tig und wieder die Regeln gewesen sey.

Der gange lincke Flügel der Neuterey war von der kleinen Getthe undden Morasten, so daran liegen, bedecket, konnte daher daselbst weder denrechten des Feindes angreiffen, noch von demselben angefallen werden, mitshin war selbiger das ganze Treffen hindurch schlechter dings unnüß. DasDorff Ramilli, welches, jenseit der Quellen der kleinen Getthe, in der Ebenelag, befand sich vor dem rechten Flügel des Fuß- Volcks. Zwar legte derMarschall de Villeroi einige Bataillons darein, allein das Dorff stieß nichtan das Ende unferer Linie, und war allzu weit davon entfernet, daß es mitNachdruck dadurch hatte beschirmet werden mögen, falls selbiges von demFeinde angegriffen würde. So war man auch nicht einmahl besorgt, dieZaune nach der Linie zu aufbauen zu lassen, damit man mit einer grössernFronte dahin marschiren können, daferne es nöthig wäre, das Fuß- Volck indem Dorff zu beschirmen, bevorab da solches nicht bedacht war, sich wedervornen noch auf den Seiten zu bedecken, ja nicht einmahl sich dahin bemühlete,Daß ein Bataillon zu dem andern gelangen konnte, sondern nur so blos in verzaunte Derter und Garten, so viel darinnen stehen mochten, hingestellet war.Jedoch war es noch etwas ungewöhnlichers, daß man zur Bewahrung diesses Dorffs, davon man sich die Hoffnung machte, daß solches dem Feind eisne unendliche Mühe verursachen würde, da doch selbiges zu dieser Würckungvon der Linie allzu weit entfernet lag, das allerschlechteste Fuß- Volck bey derArmee, ja fast lauter fremde und recrutirte Bataillons, auch so gar Gefangene,die man dem Feind abgenommen, darein legte. Daher als dieser das DorffRamilli angriff, hatte er mit nichts als lauter schlechten und übelangestelltenTruppen zu thun, und weil die noch darzu weder zeitlich noch nahe genug beschirmet wurden, so drang er auf den Seiten in das Dorff, weil solche ohneBedeckung waren.

Die Einrichtung des rechten Flügels war noch schlimmer, als die aufdem lincken des Centri. Das Dorff Taniéres an dem Ufer der Mehaignehåtte bis an unsern rechten Flügel reichen und diesen bedecken sollen, verdien-te auch wohl, daß solches mit einem wichtigen Corps zu Fuß wäre besetzetworden. Doch der Marschall de Villeroi ließ es sich genug seyn, anfänglich

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