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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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361
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXVII. 361

von der Vertheidigung der Festung reden werde, dürffte ich wohl von nöthenhaben, einen Theil von dem, was ich in diesem Capitel angeführet, alsdennzu wiederholen, damit ich die Fehler, so man in der Vertheidigung began-gen, desto begreifflicher machen möge: angesehen diese, wenn sie tüchtig seynsoll, nach dem Angriff eingerichtet werden muß.

Das sieben und drevßigste Capitel.

Von der Sappe und halben Sappe.

Cap. XXXVII. MR. de Vauban ist der erste Ingenieur, der an der halbenSappe hat arbeiten lassen. Vor ihm hat man sichDeren nicht viel bedienet, auffer wenn man die Winckel umfassen wollen,und auf die Helffte des Glacis gelanget war. Die halbe Sappe nimmt vielweniger Leute, als die gemeine Arbeit, hinweg, und es giebt da keine Gefahr,als in Ansehung des vordersten Sappiers, wenn man selbigen nicht gnüglichbedecket hat.

Ich meines Orts habe nur, bey zivey Belagerungen, an Sappen, so mitBlendungen verbauet gewesen, arbeiten sehen: bey der vor Freyburg, weil daauf dem Thor ein Thurn war, von dar man gerade in den Laufgrabenschiessen konnte, und denn bey der vor Charleroi, dis man auf dem grossenAngriff, auf der rechten Seite, an das Ende des Sees zu gelangen suchte,wie ich schon anderwärts erwähnet habe.

Bey der Belagerung Tournai haben die Feinde ihre Sappe deswegengeführet, damit sie, zwischen den beyden Horn- Wercken, so man von denSieben Brunnen und Lille benahmet hat, an die Blandinische Bastey geslangen möchten: es war aber eine Sappe, deren Vordertheil sich auf die beyden Umseiten erstreckte, auch war alles dieses mit Blendungen sehr verbauet.Ich will hier nicht wiederholen, was ich in dem Capitel von den Angriffen gefaget, als ich von den Fehlern, so von unsern Feinden begangen worden, Erwähnung gethan habe.

Das acht und dreyßigste Capitel.Von den Batterien zu Stücken und Mörsern.

Cap. XXXVIII,

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As deren Erbauung, ingleichen den Lager- Stand fürdas grobe Geschütz und dessen Zubehör, anbelanget,so will ich den Leser auf das Buch des Herrn de St. Remis gewiesen haben.Ich will demnach hier nur so viel sagen, daß man zu meiner Zeit den Gebraucheingeführet hat, die Festungen, vermittelst des grossen Feuers der Stücken undBomben, einzunehmen, oder wenigstens doch deren Eroberung, mit geringermVerlust der Mannschafft, viel geschwinder zu vollenden,

Zweyter Theil.

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