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Dritter Band.
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Zimmerarbeit; 1. Abth. 1. Kap.

bilden. Da bei den Dächern die Neigung der Dachseiten gewöhnlichnach der Tiefe geht, während die Länge horizontal ist, so'behaltenalle Linien in der Richtung der Länge, wie auch ihre Abtheilungen,ihre Größe in der horizontalen Projektion (Fig. 3) unverändert bei;woraus folgt, daß, wenn man, nachdem von den Punkten », ll, 6Fig. 4 Perpendikel von unbestimmter Länge gefällt worden, die LinienKk, 6II der Figur 3 verlängert, die Fläche der entwickelten Dach-seiten durch ekxll der Figur 5 dargestellt seyn wird. Die Einthcilungder Sparren 5, ä, ä erhält man, wenn man eben so die Linien,welche sie in der Figur 3 andeuten, nach der Figur 5 verlängert.

Wenn die Breite eines Daches ungleich ist und man eine unddieselbe Höhe beibehalten will, so erhält jedes Gebinde einen verschie-denen Abhang und es entstehen dadurch windschiefe Dachflächen. Diesekönnte man vermeiden, wenn man jedem Gebinde einerlei Neigunggeben wollte, aber alsdann würde die Höhe des Daches ungleichwerden, so daß, wenn die Grundfläche des Daches horizontal wäre,die Firstlinie abhängig werden und eine unangenehmere Wirkung machenwürde, als die windschiefen Dachflächen, weil es mehr in die Augen siele.

Auch kann man die windschiefen Dachflächen vermeiden und beiSatteldächern von ungleicher Breite (Fig. 0) einerlei Höhe beibehal-ten, wenn man den kleinen Giebel (Fig. 7) zum Hauptgebinde nimmt,und von der Mitte L der Linie ^V6, die seinen Grundriß andeutet,mit den Seiten 5^6, 8 V Parallellinien LII, LK zieht, welche dieLage der beiden Firstlinicn, in gleicher Höhe, anzeigen, in welchendie Neigungslinien längs jener Seiten endigen müssen, um ebeneDachflächen zu bilden. Der dreieckige Theil 11X6 wird entwedereinen mit Blei bedeckten Altan oder eine Kehle bilden, die sich anden doppelten Giebel , welcher im Grundrisse durch die Linie 61)und im Aufrisse durch 6X516 0 dargestellt ist, anschließt. Alleindieses Mittel bringt ein sehr complicirtes Dach hervor, welches sehrkostspielig wird und größere Nachtheile hat, als die windschiefen Dächer,besonders wenn man eine Kehle macht, in welchen in den kaltenLändern der Schnee lange liegen bleibt.

Verfertigung eines zweiseitigen Daches auf einer Grund-fläche, von ungleicher Breite, dessen Basis und Firstehorizontal seyn sollen

Nachdem man das Trapez ^668 Figur 1 Tafel 6XXIII, wel-ches die Grundfläche dieses Daches bildet, gezeichnet hat, ziehe man