Von den kegelförmigen Dächern.
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Sind die Dächer nicht sehr breit und giebt man den Sparren,welche die Krümmung bilden, etwas mehr Stärke, so kann man dieDachstuhlsäulen und Stützbänder entbehren und nur einen Spannriegelda anbringen, wo die obere und untere Curve zusammentreffen, wiein der Figur 6.
Bei den in einem gothischen Bogen geformten Dächern, wie ingedachter Figur, kann eine Reihe dieser Spannriegel ein Gebälk bil-den, welches unten ein Mansarde-Stockwerk und oben einen Speicher-boden ohne Hängsäulen giebt.
Es ist zu bemerken, daß die Krümmung der Sparren ihnen mehrSteisigkeit giebt, so daß sie eine größere Tragweite erhalten können,ohne durch Dachfetten unterstützt werden zu müssen. Will man aberden Sparren nur eine geringe Länge geben, so kann man, statt derFetten, die Sparren mit Querbändern von gleicher Stärke verbinden,wie Figur 7 zeigt.
Was die Krümmung der Grad - und Kehlsparren bei aneinander-stoßenden Flächen dieser Dächer betrifft, so kommt es nur darauf an,ihre wahre Größe nach dem Grundbogen zu suchen, indem mandie correspondirenden Stücke der Basis in eine und dieselbe Anzahlgleicher Theile theilt und auf die in den Theilungspunkten errichtetenPerpendikel die Ordinaten der primitiven Curve trägt, wie die Figu-ren 8 und 9 zeigen. Weil aber die Holzstücke, aus denen diese Cur-ven gebildet werden sollen, oft nur einen sehr geringen Theil derDurchschnittsfläche enthalten, so nimmt man zur Basis die Linie 61,welche durch die Endpunkte des Stücks geht, das man verzeichnenwill, wie man in der Figur lO sieht.
Hat man aus diesem Stück correspondirende Parallelen mit denOrdinaten der im Aufriß verzeichneten Curve gezogen, so trage manauf diese Parallelen die Höhen der Ordinaten, von der Linie 10anfangend, welche in Bezug auf das Holzstück die Basis bildet, unddurch die dadurch bestimmten Punkte lege man die Curve im Aufriß.
Es wird unnö'thig seyn, hier wieder auf das zurückzukommen, wasSeite 16 und den folgenden hinsichtlich der Operationen gesagt wordenist, welche erforderlich sind, die vorspringende Kante an den Grad-sparren und die einwärts gehende Kante an den Kehlsparren auszu-arbeiten, indem die Verschiedenheit der Dachform in dem Gange derOperationen keine Aenderung verursacht.
Rondclet's Kunst zu bauen. III. Tb.
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