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Ernstfeuerwerkerei für die Königlich Preussische Artillerie : auf Befehl ... des Prinzen August von Preussen im Jahr 1817 bearbeitet
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26 Erster Abschnitt. Von den Materialien.

niffe gegen einander stehen, so daß für den Zweck des Ernstfeuersvon keinem Theil zu viel oder zu wenig genommen wird. iMdiese Bestandtheile müssen rein, gut und stark sein. ES muß sichferner die Zusammensetzung derselben auf Erfahrung gründen unddarf nicht (wie dies oft bei den altern Feucrwerkssätzen geschah)aus allerhand widersprechenden Dingen gemischt werden, weildiese die Wirkung schwachen und die Kosten vermehren. Fcc«ner muß man auch die Mischung selbst gleichförmig nach der durchdie Erfahrung für schicklich befundenen Weise behandeln (§. 65 .)weil außerdem nothwendig Verschiedenheiten in den Wirkungenentstehen müssen. Da endlich die einzelnen Bestandtheile einesSatzes, ungeachtet aller Vorsicht, oft nicht von gleicher Güttmit denjenigen zu haben sind, welche bei Festsetzung eines SatzeSangewendet wurden, so ist es nothwendig, daß jeder Feuerwerks-satz, vor seiner wirklichen Anwendung, allemal erst im Kleinenversucht werde. -Findet sich dann, daß ein sonst als gut erkannterSatz, wegen Mangelhaftigkcit irgend eines Bestandtheils dasnicht leistet, was er nach der Vorschrift leisten soll, so ist dieserBestandtheil entweder besser zu reinigen, oder von besserer Gütezunehmen, oder wenn dieses alles nicht angeht, zu versuchen,ob man nicht durch Verringerung seiner Menge, durch Ersetzungdesselben mit etwas andern, oder endlich durch Vermehrung oderVerminderung eines andern Bestandtheils von entgegengesetz-ter Wirkung, den Satz verbessern kann.

Je fester ein kräftiger Satz in einen Körper geschlagen ist,und je dünner der Körper selbst ist, um so fauler brennt der Satz,je lockerer er hingegen geschlagen ist, desto kräftiger brennt er, beiübrigens gleichen Bestandtheilen.