6ö Dritter Abschnitt»
dvrch r« starkes ober unvorsichtiges Schlagen der Zünderkopfspalten werden und abbrechen, so legt man dergleichen Granatvorläufig bei Seite- «m sie gelegentlich nach Anleitung ^§. L4S. auszuladen»
Der Zünder ist hinreichend fest eingeschlagen , wenn er sdNicht mit der Hand herausdrehen läßt.
§. 137» Damit auch nicht die kleinste Oeffnung am Mundtotbleibe, wodurch Nässe, oder das Feuer der Ladung in die Granat' eindringen könnte, wird unter dem Zünderkopfe noch Hanf dün^herumgewickelt, und mit Zünderkitt fest verstrichen. Zuleswird eine Platte von Leinewand welche bei den 7 und ivpfd.pern 6j, bei den 2üpfd. 9, und bei den Lopfd. n Zoll inöviert hat, über den Zünder gelegt, und in die Rinne des Kdpftmit Bindfaden festgebunden. Bei den 7pfd. die keine Oesenben, muß eine Schleife von starkem Bindfaden mit befestigwerden.
§. I 3 g. Nach diesem werden die Granaten mit der vvrh^eingekerbten Platte in zerlassenes Pech getaucht, dies geschieht/indem man die Enden der Platte über den Zünderkopf streift'die Granate mit beiden Händen anfaßt, und so den Zünderkoplnebst P-lattr eintaucht. Hiernach wird die Platte mit naßmachten Händen an die Granate fest angedrückt, wobei ma-n sichhüten muß, daß kein Wasser unter die Platte kommt, weil dieldas Ankleben derselben verhindert.
Bei größeren als ropfd. Granaten bedient man sich ihc^Schwere wegen zum Bepichen der Zünderkappe eines Pinsels.
Beim Aufbinden der Platte, so wie beimBepjchrn derselbe^'muß man dahin sehen, daß die Oesen der ivpfd. und größeresGranaten frei bleiben.
§. ,39. Bei Belagerungen und Vertheidigungen woGranaten gewöhnlich bald nach ihrer Anfertigung verbraucht we^den, ist es überflüssig, sie auszupichen und mit Platten zu v( (>sehen, in welchem Fall also ihre Anfertigung sehr einfachSieht man jedoch vorher, daß sie bis zu ihren Gebrauch vielleichteinige Zeit liegen dürften, oder ist ihr Transport vom Laborasrium bis zur Batterie weit und schwierig, so muffen sie entwed^ebenfalls auf dir so eben beschriebene Art verfertigt werden,