| Periodizität.
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spricht die Armutli des Sommers an Erdbeben gegenüberdem Winter und das Mittelverhältniss der Übergangsjahres-zeiten zwischen beiden. Nur müsste man im Frühling fastebenso viele Erdbeben erwarten, als im Winter, und etwadoppelt so viele, als im Herbste. Das nicht entspre-chende wirkliche Verhältniss würde durchaus unerklärlich er-scheinen, wenn die Erdbeben von Umständen abhingen, welchebeständig vorhanden wären, wie z. B.vom beliebten Wogenoder Fluthen des feuerflüssigen Erdinnern. Bühren aber dieErdbeben her von Niedersetzungen im Schichtenbau, welchedurch Unterwaschungen bedingt werden, so erklärt sich derGang sehr wohl. Es erscheint nämlich dann der Eintritt vonErdbeben im Herbste verhältnissmässig b egü n stigt durchdas spärlichere Eintreten derselben im Sommer, während um-gekehrt der Frühling in demselben Masse im Nachtheile istgegen den Winter, in welchem es an Anstossen zum wirk-lichen Eintritte aller genügend vorbereiteten Erdbebennicht mangelt.
Dass die durch das Eintreten der Föhnperioden herbei-geführten Schwankungen des Luftdruckes — welchealso, obgleich sie nach der herkömmlichen Ausdrucksweise inder Wissenschaft als nicht periodische benannt werden,dennoch auch als periodische in dem allgemeinen. Sinnedieses Wortes anerkannt werden müssen — vorzugsweise ent-scheidend sind für den Eintritt der Erdbeben, ergiebt sich, ab-gesehen von dem in Obigem nachgewiesenen Periodizitäts-zusammenhange, auch aus unserer Chronik deutlich genug.So selten sich auch im Allgemeinen in Begleitung der an me-teorologischen Beobachtungen höchst dürftigen Nachrichten überErdbeben und verwandte Erscheinungen Bemerkungen überbegleitende, kurz vorhergegangene oder nachgefolgte Witte-rungszustände verzeichnet finden, so zähle ich doch nichtweniger als vierundachtzig Fälle, in welchen der Föhnentweder geradezu genannt wird, oder sein Walten doch ausanderen Angaben dem mit der Meteorologie der Schweiz einigermassen Vertrauten auf das Unzweifelhafteste verrathenwird. Die einzelnen Föhnperioden, besonders der Weihnachts-föhn und der vor Fabian Sebastian, treten vielfach hervor.Im Jahre 1855 fielen in eine Föhnperiode die Ereignisse