— 520 — [Periodizität.
auf diese mit einem ausserordentlich reichen literarischen Ma-teriale ausgestattete Arbeit zu verweisen 52 ).
Das sehr häufig erwähnte Auftreten von leuchtenden Me-teoren, welches zeitlich nahe mit dem Eintritte von Erd-beben zusammengefallen sein soll, gestattet bei unserer Un-kunde über das Wesen jener Lichterscheiuungen kaum einenähere Erörterung. Dazu ist die Zusammenstellung oft einesolche, dass man die Meteore in die Klasse derjenigen Erschei-nungen zu setzen geneigt sein könnte, welche — wie farbi-ger Schnee oder Regen, Mond regen bogen, Kome-ten — nicht sowohl in der zeitlichen Nähe von Erdbeben häu-figer Vorkommen, als vielmehr blos häufiger beachtet und auf-gezeichnet werden, weil man eben zu solchen Zeiten, wo er-schreckende Naturereignisse die Menschen gleichsam geweckthaben, auf alle Naturerscheinungen aufmerksamer zu sein pflegt.Unsere Chronik erwähnt Meteore u. A. in den Jahren 1021(I, 39), 1704 (I, 128), 1761 (I, 199), 1821 (I, 267), 1828 (I,286), 1843 (I, 322). Mitunter sind die Meteore, von welchendie Rede ist, aber gar nicht wirklich gesehen worden, sondernblosse Erzeugnisse der Theorie, wie 1853 (I, 360), oder ausMorgen- oder Abendrötheerscheinungen herausgedeutet. — Daman jetzt Feuerkugeln und ähnliche Meteore mitden Sternschnup-pen zusammenzustellen pflegt, so verdient es wohl hervorge-hoben zu werden, dass der „A u gus ts tr om” sowohl als auchder „Novemberstrom" der Sternschnuppen mit den Zeitender geringeren Häufigkeit der Erdbeben Zusammentreffen.
ii. Sonnenflecken.
R. Wolf entdeckte eine Periodizität der Häufigkeit derSonnenflecken, welche mit derjenigen der E rd b e b e n eine ge-wisse Übereinstimmung besitzt. So wurden von ihm beobach-tet 53 ) in den Monaten
Jan. Febr. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Summa
1849 17 14 10 11 10 10 9 7 10 9 12 10 129
1850 10 10 9 4 5 11 5 7 9 9 5 5 89
1851 9 10 7676367667 80
1852 86 7755544 10 65 72
Zus. 44 40 33 28 27 32 22 24 30 34 29 27 370