Sonnenfiecken. ]
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Es zeigt sich, wie bei den Nordli chtern, eine Abnahmenach dem Oktober, welche jedoch hier nur bis in den Dezem-ber sich fortsetzt, um im Januar das grösste Maximum zu er-reichen. Eigenthümlich ist hier die Zunahme im Juni, welchejedoch in obiger Zusammenstellung nur von einem ausgezeich-neten Jahrgange herrührt.
Da Newton schon und später wieder Gru ithuisen ei-nen Zusammenhang behaupteten, welcher zwischen der Häu-figkeit der Sonnen fl ecken und den Witterungserscheinun-gen stattfinde, so suchte Wolf diese Meinung zu prüfen, indem er,mit Zugrundelegung seiner zehnjährigen Sonnenflecken-Periode,aus einer Chronik von Zürich alle einschlägigen Angaben überNaturereignisse, Witterung und Jahreseharakter von den achtJahrhunderten von 1000 bis 1800 sammelte und auf die Jahreeines Jahrhunderts oder zehn Sonnenflecken-Perioden zusam-menzog 54 ). Dieses Verfahren ergab unter Anderm, dass auf
Nordlichter-
Erdbeben-
fruchtbare
Misswachs- u.
jahre
jahre
Jahre
Theurungsj.
fleckenarme Jahre
27
27
20
25
29
fleckenmittlere Jahre
37
28
34
35
30
fleckenreiche Jahre
36
45
46
40
41
Zusammentreffen. Hienach sind Nordlichter und Erd-beben in ähnlicher Weise, besonders aber die letzteren, auf-fallend gehäuft in den fleckenreichen Jahren; fastebenso sehr die durch beiderlei Extreme der Fruchtbar-keit ausgezeichneten Jahre (vergl. oben S. 510).
Indessen sind wir hier wohl zu dem Gebiete derjenigenentfernten Verknüpfungen gelangt, welche zuletzt alle Er-scheinungen der Natur unter gemeinsamen höherenGesetzen vereinigt zeigen und deren zu frühe Aufsuchungvielleicht allzu sehr mit der Gefahr verbunden ist, die noch langenicht genügend blossgelegten Fäden der nächsten Zusammen-hänge unseren Augen mehr, als der Wissenschaft frommenkann, wieder zu verhüllen. Ich schliesse meine Untersuchun-gen und dieses Werk mit dein Wunsche, dass dasselbe zurAufklärung des Phänomens der Erdbeben einen brauch-baren Beitrag liefern möge.
5 <) Ebendaselbst. Nr. 255. S. 249 ff.
Voller, Erdbeben. III
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