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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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d (o)

Von

Dem Ursprung der Französischen

Magmen.

^Ie Ehr-Sucht weiß keine Schränkten. Sie ist

eine Tochter des Hochmuths/ und eine Brüt derVerheerungen / die Ehr-Sucht will nichts ver-nehmen von der Gerechtigkeit/ verachtet alle Gesetz/ und trittalle Rechten unter die Füsse; Aus dieser Laster-Quelle ist dieverdammliche Maxim entsprungen/ welche derDuc de Ro-han dem Frantzösischen Cabinet hat vorgeschrieben/ skeZer^ äommari in popu1o8 Lc kanonem 5caru8 in KeZes)

daß nemlichen die Könige über die Völcker herrschen/und die StaatS - Vergrößerung (dann Karivnem5cacu8kan ich nicht anders auslegen) über die Könige.Wo diese Ehr-füchtige Staats-Satzung Stimme und Ge-hör hat/ da müssen alle Freundschasst/ Liebe/ Aufrichtig-keit und Redlichkeit / Religion/ Treu und Glauben wei-chen. Ein wolgeschärffter Spruch von des Ehr-GettzeSThrone sehet den hohen Muth in Brandt und Unruhe. DerEhr-füchtige Potentat wird ein Stiffter der Uneinigkeitenund des Blutvergießens; Er hasset den Frieden/welcher istder höchste Seegen Gottes / und in der rasenden Begierdeüber andere zu herrschen/ und überall den Vorzug zu ha-st ben/