Hm/ vermischet er alles untereinander / und verwirret dieGerechtigkeit mit Der Unbilligkeit / ist er ein König / sosteigt ihme der Muht zum Thron und Namen eines Mo-narchen/ welche zu erwerben/ der Weeg durch Blut muß ge-zeichnet und gefunden werden ; In solchem Fall gehet dieEhr-Sucht auf den Zerstörungen der Königreichen und Län-der/ durch Rauben/ Plündern/ Morden/ Sengen und Bren-nen. Dem Ehr-flrchtigen ist die ganhe Welt zu eng / de-swegen iveinte der grosse Alexander / wie er von dem Phülosopho verstanden / daß mehr als eine untermondifcheWelt seyn sollte / jedoch hatte Alexander eine großmüthigeund offenherzige Ehr-Sucht/ welche auf der Dapsserkeit ge-gründet und befestiget stunde. Aber heutiges Tages be-gleitet flch diefelbige mit dem alamodifchen Kleid der Hin-terlist / des Betrugs / der Falschheit / des Eyd-Bruchs/ derLügen/ und ärgsten/ ja schändlichsten und verächtlichstenBetrügltchkeiten ; Wohero die Unsicherheit entstehet / daßman weder auf Bündnissen/ Hccorcien» SonrrsÄen,1>3N8LÄiorie8 oder kacillcaciones sich zu verlassen hat.Ja/ so weit ist es kommen/ daß bey einigen Potentaten esfür eine tölpische Art mw Ungeschicktheit gehalten wird/ woman Wort und Eyd haltet/ un IrOnelle Iromme ri' elix>L 8 etclaue äs sa pnrole, sagte der Cardinal Mazarini:
Ein ehrlicher Mann ist an fein Wort nicht gebunden/und kein Leibeigner seines Eides /oder Versprechung.
Erster