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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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Hm/ vermischet er alles untereinander / und verwirret dieGerechtigkeit mit Der Unbilligkeit / ist er ein König / sosteigt ihme der Muht zum Thron und Namen eines Mo-narchen/ welche zu erwerben/ der Weeg durch Blut muß ge-zeichnet und gefunden werden ; In solchem Fall gehet dieEhr-Sucht auf den Zerstörungen der Königreichen und Län-der/ durch Rauben/ Plündern/ Morden/ Sengen und Bren-nen. Dem Ehr-flrchtigen ist die ganhe Welt zu eng / de-swegen iveinte der grosse Alexander / wie er von dem Phülosopho verstanden / daß mehr als eine untermondifcheWelt seyn sollte / jedoch hatte Alexander eine großmüthigeund offenherzige Ehr-Sucht/ welche auf der Dapsserkeit ge-gründet und befestiget stunde. Aber heutiges Tages be-gleitet flch diefelbige mit dem alamodifchen Kleid der Hin-terlist / des Betrugs / der Falschheit / des Eyd-Bruchs/ derLügen/ und ärgsten/ ja schändlichsten und verächtlichstenBetrügltchkeiten ; Wohero die Unsicherheit entstehet / daßman weder auf Bündnissen/ Hccorcien» SonrrsÄen,1>3N8LÄiorie8 oder kacillcaciones sich zu verlassen hat.Ja/ so weit ist es kommen/ daß bey einigen Potentaten esfür eine tölpische Art mw Ungeschicktheit gehalten wird/ woman Wort und Eyd haltet/ un IrOnelle Iromme ri' elix>L 8 etclaue äs sa pnrole, sagte der Cardinal Mazarini:

Ein ehrlicher Mann ist an fein Wort nicht gebunden/und kein Leibeigner seines Eides /oder Versprechung.

Erster