- «enblicklich den Überschuß der Partisanen oder Mieth-Leuten dar;» neh-men / Anerwogen unter der Türcken Barbarischen Regierung niemandsagen kan: Dieses ist mein/ ja nicht eine Stunde seines Lebens sicher ist/sondern augenblicklich bereit seyn soll/ und muß/ beyde Gut und Blut jltdes Groß-Sultans Wolgefalligkeit aufzuopffern.
In diesen vier Maximen / allergnadigste Königin, werden alleOt-tomannische Staats Regu!n»begriffen/ und wünschete ich von Grund mei-ner Seelen/ daß Eure Majestäten/ wegen meiner angewendeten Andacht/um durch die genaueste Untersuchung / und möglichste Penetration derOttomannischen Regierungs-Art/ denenselben unterthanigst und unaus-setzlich zu gehorsamen/ allergnadigste Vergnügung zu schöpffen geruhenmochten / indem« ich die Freyheit nehmen darff/ zu bezeugen/ und zu ver-sichern/ daß unter Eurer Majestäten Unterthanen keiner lebet/ welchermit gröfferm Eifer und einer vollkommenen Treue trachten kan / EurerMajestäten Befehl unaussetzlich/trutz dem grausamsten Tod/ zu vollbrin-gen.
Die Königin/welche dem du Poncet mit vergnüglicher Gedult Gehörgeben hatte/ gab demselben zu verstehen/ daß dessen Fleiß für angenehmangesehen/ und sie/ wegen dessen Administration/ gar wol zu frieden wäre/sie ließ auch genugsam mercken/ daß Dero Intention sich dahin sehnet«/um den Grund der Frantzösischen Maximen in der Regierung'.mistgleichemCöment zu bauen / und pflegte zu dem Ende mit erwähntem du Poncetdie nöthigeConferentzen/ um alle Dinge zu verfertigen / welche zu diesemMonarchalischen Pau sollten angewendet werden.
Der sechste Articul.
Wie der grosse Feld-Herr von FranckreiH/
der von Lhatillon/der Königin Vorhaben pene-
Lriret/ und den Ständen kundt machet.
AAöJese Gemüths-Verführungen/ An- und Vorschlage konten so heim-MLz lieh nicht bewegt werden/ daß der Trons-Feldherr/ der Hertzog vonChataillon/ welcher seine Correspondentz unter der Hand biß inder Königin Cabinet führte / davon nicht hätte sollen Wind bekommen,und den bösen Befolg der kunfftigen Regierung/und die unfehlbare Unter-drückung der Frantzösischen Freyheit hochvernünfftig vorsehend / nähmeer zu Gemüth/ daß es rathsamer und auch nützlicher wäre vorzukommen,als sich vorkommen zu lassen; In dieser Betrachtung, warnet derselbe
alle