Meinung / es war«
nunmehr» um die Krön Frankreich geschehen / schryen / ach nun komme ichnimmermehr nachParis. Bey dieserGelegenheit hakte der PolitischeCardi«nal seine Creaturen bey dem König / welche sich dieser VerwunderungMei-sterlich bedienen / und Ihr, Malest, vorbilden konnten/daß Frankreich keincapabler Subjectum habe / um in dieser Confusion zu ruhten /und die Sa-chen wiederum inOrdnung zu bringen/ als der Herr von Richelieu / aberwer weiß/ replicirte eilfertig und eiferigder König/ ober es wird thun wol-len/dann erist disgustirt. Ihr. Malest, lassen ihn vernehmen / wiedersetz-ten die subornirten Hof- Leute /vielleichk thut ech/ und ist es ihm eine Freu-de / Eur. Malest. Gnad wiederum zu wissen. Daraufschickte der König zuihme / und säumte sich der Cardinal/ welcher tödtlich kranck seyn sollte/ gantznicht/ aus dem Tod -Bett aufzustehen/ und sich nachPignerol zu erheben;da derselbe dem König zun Füssen fallend / Ihr. Malest, versicherte/ wieseine Hoffnung wäre gewesen/diese verdrüßliche Welt zu segnen / und erzu dem Ende bereits allen weltlichen Geschafften hatte resignirt gehabt/dan-cke aber dem Himmel/daß derselbige ihn so lange leben lassen / und Ihr.Majest. und dem Königreich nocheinsy angenehmen Dienst zu können lei-sten. Dergleichen listige Skreichewuste dieser durchtrapte Minister überdie Massen wol zu verüben / und einsmals in Sachen der Strittigsten/zwischen dem König und dessen Frau-Mutter/ warster sich ebenfalls demKönig zun Füssen/ und bäte/ wann ja das Staats-Schiff indemRe-Zierungs - Skurm Gefahr Heide / sollte man Ionam aufopffern / und in dasPolitische Meer,MrM / durch den Ionam aber hat er sich sechsten ge-meinst / es demnach dahin gebracht/ daß die gute Königin seine Beförde-rt» / aus dem Königreich vertrieben / überall verfolgt ist worden/ und zu letztarmseelig zu Cölln am Rhein hat müssen ihr Leben endigen.
Dargegen muß man .auch diesem Minister dieses lassen / und zum ewi-gen Ruhm nachsagen/ daß durch ihn die Krön Frankreich in Wiffenschaff-ttn und Künsten gestiegen ist / und jn Macht / auch Landern/ zugenommenhat / so wol in Flandern/ als am Rhein / in Catalonien und Pedemant/diesen Ruhm billige ich nur so weil / was einige Gerechtigkeit halben .dispu-tirliche Dinge betrifft / als des Cardmals scharffsinnige Dexterität sich er-strecket hat / solche wol zu exeqm'ren / alle Beschwerlichkeiten / bey so gefähr-lichen Veränderungen/ zu überstehen und die Frantzösi'sche Reichs - Angele-genheiten au f dem Piano zu gründen / woraufsie anjetzo beruhen. Dan»Mdeme durch das Beleih und die Anstifftung dieses Ministers die für-nehmste und dapfferste Fürsten des Königreichs/ welche dem Thron / eini-gen.Scheu machen oder Argwohn verursachen könnten / sind theils hinge-richtet