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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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Lind aller Provmtz Anschwachung der Anfang gemacht ist worden / er hat/wie bereits gemeldet/die Gräntzen des Deichs um ein Merkliches erwei-tert / so wol gegen Nieder - Land als Catalomen; am Rhein / und gegenItalien / item / wie gemeldet / dieComwercien und Manufakturen beför-dert / und zu dem Ende die zwischen Heinrico demlV. und derRepublic von.Hollandgeschlossene Tractaten nicht allein erneuret / sondern auch amplisi-eict / diegelehrtesten Leute und Künstler aus.andern Provinzen hat er durchHie Hoffnung grosser Besoldn ngeu und Würden in Franckreich gelocket / inSumma/ und mit einemWort zu sagen/dieser grosse Minister undSkaats-Argus/ hat den Abriß des gantzen Monsrchattschm Gebaues nicht allein-verfertiget / sondern auch den Bau sechsten in so weit befördert / daß die ih-nie in Ministerio und der Regierung gefolget sind / leicht das Übrige habenkönnen fort setzen/und so weit bringen/ weil die Krön Franckreich bereitstn dem Zustand war / worvon tcham sagt. ',h- 4 . r/Kiprovena eli Ksueexercoirüusüte lskrsncia csie slcro tsnro creäeus ingurew xier amsil-Liog- exrer FLulo, gusuro conolaeus tormichLdUe Iier ls stocrs, öc xerAs fortunsdas wird vorgeworffen oder beschwerlich geachtet / Franckreichzu einen Nachtbarn zu haben/ welches nicht uunder unruhig befunden wird/so wol aus Ehrsucht / und von Natur / als man esformidabel erkennct/we-gen seiner Macht / und ftines Glücks / dieses war von/Seiten Spanienund des Reichs um desto mehr zu fürchten/ weil nachfolgends durch Ausrot-tung aller einheimischen Kriegen in Franckreich / die Sachen dahin erwach-sen / daß dieiSrfahrung die Klag / welcheoberwähnterMthor rm s.B. deßandern Theils so ernstlich führet / allzuwahr gemachthat / 1g noLslocts efoir irrstscsbile t>liMlcc>s kono äilpersU Zligözuri äs Zli slcri, xercsi«!?ri'ncipi O nulls cursrio ilcsmmunnimico^percheloncsno»ö rropxx»!o reinONQ, perclae vicino. Dann ob zwar dieser Author mit diesen Re-den auf die Türcken zielet / so können wir eben daffelbige auf Franckreichappliciren / wie uns die neuliche Erfahrung noch gar reichlich gewitzigtthat. Als sind die Frantzösischen Reichs - Angelegenheiten nach des Herrnde Richelieu dem Cardinal Mazarini/solche gemäß dem verfasten Pro-eckzu vollführen angebürdet worden»

Dieser Minister/.ob er zwar so Tyrannisch nicht gewesen/ -als seinVorfahrer / welcher dem Sprich- Wort gemäßEin todter Hund belletnicl-t / hat die grausame Maxime erwählet gehabt/ die Fürstliche Perso-nen und andere Häupter oder Cavalliere/ welche pecciret/oder ssch in et-was suspect gemacht/ oder auch wol gar unschuldig waren / hinrichten zulassen / so hat er doch alsbald Anfangs seinerRegierung hieMaxime er-wählet / die Fürsten des Geblüts zu unterdrücken / und die erst oben ge-

MeldteOt.!oma>mische Maximezu besiatigensich unternommen/dessen auch

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