alföbald die Proben erwiesen/ durchJncarcerirung der pursten des Gi-bkuts/ welches denTurenne dahin bewegte / sich solcher DurchlauchtigenGefangenen anzunehmen / und mit Hülffe einiger Teutschen Völcker/welche die Frantzosen Schimpffs -weise Schwefel - Holtzer nenneten /dem Hof so bange zu machen/ daß der Cardinal aus Politik und Wol-anständigkeit / um dieses Feuer in seiner ersten Geburt zu ersticken / undden verhaßten Printzen / unter dieser doppelt-sinnigen Satissaction/einegrössere Nasen zu drehen / für eine kurtze Zeit relegirt ward / in welchemExilio gemeldter Minister sich vielmehr wie ein ausgeschickter klenixo»renriariuL verhalten/ in seiner Abwesenheit nicht minder durch seine Eor-respondentz/ als zuvor durch würckliche Gegenwart den Hof regieret/mitausländischen Fürsten Traktaten angesponnen hat/ und versolglich mit ei-nigen Trouppen glorieux und triumphierend/ ob wäre sein Abzug nur ei-ne Lust-Reise gewesen/ in Franckreich kommen / und wiederum in Pariseingezogen ist/ da dann alle Printzen sich mit ihm versöhnet/ und dieserlistige Staats-MannseinenCrediL inhöhere Autorität gebracht/ als zu-vor niemals»
Seim grosse Application / nachdem? alles in gute Ruhe gesetzt/wel-ches in. kurtzer Zeit geschahe/ Anerwogen dieUnvermögenheit der Fürstenbereits vor der Hand wäre/ legte sich auf die gärchliche Ausrottung dernoch übrigen Wurtzeln der Rebellion und Aufruhren»
Derowegen nach geschlossenem Frieden mit den Spaniern / vermit-telst der Vermahlung mit der Jnfantin/ und nach Zaumung der stoltzenStadtMarsiiien/ durch eine allda gebauete Citadella/ Einnehmung derStadt Avignvn / um Jhro Pabstliche Heiligkeit / Atepandrum den Vil»zur begehrten Satisfaktion/ wegen dessen durch den Frantzösischen Bot,schaffer zu Rom empfangenen Schimpfs zu zwingen / und nach Rasirungioder Schleiffung der festen Citadelle Oranien / wurden diese Puncten in-sonderheit beobachtet»
Erstlich mit einer grossen Macht alle Provmtzen des Königreichs zu:visitiren/ in welcher ReiseJhro Majestäten dero Vasallen und Untertha-nen chre Glory und Herrlichkeit sehen/ und sich formidabel machend/gleicheinen Gott furchten/ und verehren liessen» Zweytens in allen Provmtzendasjenige zu vertilgen/ welches dem Hof zu wider/und im Gegentheil ein-zusetzen/ was dessen Vochaben zur Beförderung helffen möchte / und zu-Aleich des Lands Vermogenheit/ Wesen und Lager wol auf- und einzu-nehmen. Drittens durch solche Züge das Volck zu pressen / und in Ar-muth zu bringen.
Nach diesem und auch wahrenden dieses/ hat man insonderheit sich'darauf gelegt/ um einen grossen Schatz an Geld zu sammlen/ worzuzwar'
hun-