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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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absellatteter Entschuldigung und gepflegter Demuth/auf den höchstenThurn gefühcet/ von welchem man ihme viel Städte undLand wiese/mitdem vermelden / alles/ was ersehe / gehöre dem Herrn Teutschen Marchese.Verwunderte sich nun derAanßos hierüber/so hatte er wol grössere Ver-wunderungs-Uhrsachen gefunden/wann ervon Eleve aus/ über alle Chur-fürstliche Provintzen / biß in Samoiten / aufrcro. Teutsche Meilen sein Ge-sicht extendiren mögen. Auf solche Weise ward der Frantzosische Marchesevon den Teutschen ein wenig in der Welt-Weisheit und Geegraphia un-terwiesen/ und ist es keineUnwarheitzu sagen/daß vor den letzten Kriegender Frantzosische Adel zum allergrösten Theil also un wissend gewesen ist/worinnen er den Teutschen HandwerckS-Purschen und Gemeinen weichenmuß/ die von den Europäischen Landern und Höfen mit schönen Umb-ständen wissen zu difcurriren.

X lONLS.

Aufgegenwärtigen ZustandderFrantzösifHen

Regicrung/unddie Vergleichung derselben mit

der Türkischen.

^Achdeme nundasFrantzösische-Reichs-Covsiliumdie Intention inMso Weit erreicht hatte / daß in dem gantzcn Königreich die Wurtzel/M'der Zweytrachten/ wie oben gemeldet worden / ausgerottet wäre/hat ein so mächtiger und hungriger Cörper nothwendig seine Nahrungsuchen müssen/dahero haben sich die Kriege gegen die Nachbarn entzündet/und zwar in einer Zeit / da alles dieRuhe hoffte/ und die Völcker kaum amgefangen hatten/ dieFrüchte derMünsierischen undPyrenaischen Friedens-Trackatenzu genussen.

Ehe aber die Cron Franckreich das grosse Vorhaben werckstellig ge-macht/bat dieftlbige sich in alle Ausländische Kriege gemischet/ einem oderandern Theil / nachdem« sie beyde aneinander gehetzet / eine verblendeteHulffe gethan/ und mit einem Wort zu sagen / beyden mit List einen blauenDunst für die Augen gemacht / und zwar auf ein doppeltes Absehen/ i.dieBenachbarte Machten gegen einander zu brachen und schwachen/ r. de-ro Verwegenheit an den Puls zu greiffen/ und aller Umbständen Beschaf-fenheiten auszuforschen / also daß es mit diesen Hülff-Völckern heiffet/ wasNum. am iZ. 19.die von dem Israelitischen Heer-Führer ausgesandteSpäher im Befehl hatten / Lonliäerste terram, guslis 6r, S: populum,hui hahitator esieins,utrum fortisüti an inkrrnus, 6 ^3uci numeroLnplureg. Man hat dessen die Proben an denen zumSuccurs von San-dig geschickten Französischen Truppen/ welche vielmehr die Übergab derVe.

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