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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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Frantzosen zu nennen/ wann sie sich ruhmen/andtte Mtiones zu Missen/dann von ihnen meistentheils kan gesagt werden / was Balsac in seinemXrittippo von einem Ungelchrten Hoffman>»schreibet /welcher in Staats-Sachen solte gebraucht werden/ und fragte was Dsmocraris für eine Land-schifft oder Provintz wäre / aus der Terminalion des Worts urtheilend/es müsse eine Lcmdschafft seyn / wie Dalmatia oder Eroatia/ oder der-gleichen. . .

Die Made habin sie theils von denen Venetianern / Savojarten?Griechen/ und theils von dero eigenen Unbeständigkeit.

Damit aber die Frantzösische Mkion mir nicht fälschlich nachgebe/ obhätte ich'meine Feder in eineS VerleumbdrrsDiEn eingedunckt /so wissich allhie diesen Articul mit einem Exempel von einer nicht gemeinen/ sondernfürnehmm Frantzösischen Stands - Persohn erzehleN/ woraus erheken soll/wie groß sich der Unterscheid befinde zwischen Teutscher Nation und derFrantzösiMn/ die Welt-Weißheit und Wissenschafft betreffend.,

Für ungefähr zwantzig Jahren/ indeme Jhro Churfürst!; Durchsvon Brandenburg damahls in dero H'ertzogchumb und Stadt Clsve füveine kurtze Zeit residirten / fand sich auch in gemeldier Stadt ein Frantzösi-scher Marquis oder Marggraff/deren in Frankreich eine Grosse Mangejst/di'eser gerierhe inWsrtStreik mit Herm Blaspiel/Churfürstl. Rath/im-Schloß / und sich erzürnend / setzte dimftlben mit dem Degen in der Fauftnach.Der Blaspiel^welcher ein Staats--un!> kein Degen Mann wäre/ sal-virte sich in ein Churfürst!. Zimmer/ und halb ersterben in einen Churfürstk.Lehn-Strchl/aufdessen Geschrey Hülffe käme. Nach eingenommenem Be-xicht/ließen ihreChurfürsil.Durcht. den Frantzösischen Hertn Marggraffrrt(dann eben umb den Titul der Marggraffschafft wäre der Streit entstan-den) aus der Stadt mit der Wacht holen - welcher fragte / wer ihn abholenließe? worauf manihm<antw0rtete / der Marggraff von Brandenburgswie si> / replicirteder Frantzos hochmüchig / ich bin auch ein Marggraff; dashilfft nichts/ antwortete der Officirer von der Wacht / wir müfftn d.n'Herrn Marggraff-n zum Märggraffen von Brandenburg bringen. Wiemnn ihn durch den Schloßhoff führte / stunden die Regimenter von derGuardie Und die Leib-Guardien in Bataille/ wörauf'der Frantzoß sagte/wtr diese Leute wären?stch h fftig verwundernd/daß ein Teutscher Marcheseso viel Leute unterhielte. IN dem Vorsaal oder Cavalier »Zimmer stun-den etliche HertzogmundFürstemJhro Churfürst!. Durch!. Statthaltersoder Generalen/ welches den Frantzostn aufs neue veranlaste nach dcroBe-fchaffenheitzu fragen/ mit entfttzlicherVerwunderuNg/den neuen Berichtempfangend / daß der Teutsche Marchese so viel Fürsten in Dienst hatte.

Wy Jhw Ämfürstl. Burchl.ward er nach GMhr Mpfansen/und nach'