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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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Flotten sich gebessert und gestarckt / ja gar mit den zum Wasser gebohrnetzNationen sich bereits in See-Schlac!)ten eingelassen/ und ziemlich Sieg ge-vrahlet haben.

Bey solchen Umstanden vonSachen ist es der FranMschen Cronunmöglich in Frieden zubleiben/ in Erwegung des mächtigen Adels / wel-cher kein Brod hat zu ieben/und den Mangel der Mittlern nicht weiß zu er-setzen durch Kunst oder W ffenschafft/ deren er keine erlernet/ also daß ihmenichtsübrig bleibet/um sein Heilzu suchen/als derDegsn/ welchen zu zuckenihn die Noth zwinget/imVatterland selbsten / wann die katisZtarus ihnnicht occupirct gegen äußerliche Feinde/dahero ist es mit den Frantzosen da-hinkommen/ daß man von ihnensagen muß/was vor Zeiten ^rikoäemusvon den Rümern/komsnossocivL höhere opottee.ZM hoüeSzincstia viaSulla etb. Die blutige Proben von gar treulicher Zeit / und die noch rau-chende Felder in Niedrrland/an dem Rhein und inCatalonien geben dessenZeugnü ß/und hat man wegen Frankreich die Lehr in acht zu nehmen/ undalle Potentaten sollen stein deroHerrschungs-Angelegenheitenzu Gemüthnehmen/welche Polybius ihnen hinter!assen/wann er sagt : lVlsgna kmxe-ris creLentiavmsibus poxuIümetriLnchä este,criäm remorir.son enimx>rius cosguisleere ^ c^uäm omnia clomuerisr r üa^uests impeclienstoeorum curlumaturö capiencia cvsülia.. So jemahin diese RcsieMr hatzugetroffen / so ist es an den Frantzosen insonderheit / welche zu dero eigenBergrosserung Norden und Weestn/ Ausgang und Mittag / mit einemWort die gan hs Weltanfrührifch gemacht / undin den Harnisch gebrachthaben/der hochberühmte Statist und Rechtögelehrter / sagte zwar im Buch'üe^ureLelligm z. d^oneAisterarristcishellumstmOresram«

chorrescla estzUt eLm sos silistulsixiL secessuas, »M vera cdsritss do-sestam eKcere poMt.6rstiuL. Der Krieg st y etwas so abscheuliches/daßdenselben nichts als die höchste Noth/ oder eine wahre Liebe billigen möge.Angleichen meldet der H. Augustiners : Mlitare non elb steliKum, 1eäpropkLrprLäam müirsre cleliQum ett. Es ist keine Sünde Krieg zu füh-ren/aber wohl / wann man aus Begierde des Raubs oder der Beute krie-grt.Jkem Ilb. cle Verbo Domisi./z^ust veroüOei cullores eriais lil-l Hel-la peccata nos lunr, guX non cupistirate. fest x»acis stuälo §erimu8, urmalicverceanrur; boni subleveurui-. Auch unter den Christen sind sol-che Kriege keine Sünde/ oder unverwerfflich/welche nicht aus Ehrgeitz/oderWolüMondern um Erhaltung des Friedens die Bösen zu hemmen und zustraff mim Guten aberzu schützen und handhaben geführet werden. Aberder Frantzosische Hof nimmet diese Umstände in keine obacht/ sondern weißgar niedlich die Unruhen und Zwntrachten unter den Potentaten anzuipin-nen/und dann sich mit Nutzen in die Striltigkei'ten emzumischen/wie Cicero

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