^ch^estüttgtti zu baue». Gleicherweiseward durch Eurenosen d,e StMRhodesto/ vermittelst Stratagema eingenommen / auch wahrenden Frie-dens durch Befehl von Amuralh / wie ebenfalS nach deme Adrinopel/ nachdem zwey mal geschlossenen Frieden mit den Einwohnern / welchen er Treu /Sicherheit/ Glauben und Behaltnüß versprochen hatte. Gleicherweisehaben die Franzosen durch solche Listigkeiten / und Starts, Griffe / dieStädte Pignerol/ Casal/ und Straßburg eingenommen/ und weiß MWelt / daß sie Wort und Eyd halten / wo sie nicht anders können.
zz. Beyde Partheyen haben imBrauch/ Frieden zu machen so bald sie ei-nen unglücklichen Streich empfangen / und den Feind zu bethören / Zeit zugewinnnen / neue Kräfftezu bekommen / und mit neu-gesammelter Macht /den entwaffnetenFeind wiederum überfallen/ einsoichesExempel haben wienoch unlangsten von den Türcken erfahren / im Jahr 1664. da wahrendenFriedens,Tractaten/ sie vermeinten Pest in sollen Stillstand zu überfallen.Aber solche Untreu.wider die Größen und öffentlichste Eyd-Schwüren / istum desto minder verwunderlicher an diesem Barbarischen Volck/ weil siedurch ein Gesätz ihres Propheten/ Machometh im Buch Scirabwelcher durch ein dergleichen Betrug sich der Stadt Mecha bemächtiget/vicht allein approbiert/sondern besohlen wird. Daß aber durch die Christ-liche Potentaten/ gar offt dero Vortheil / trutz allen Tractaten/ und Evd,Schwüren ersehen und genommen / und aufungegründete preetexten Krie,ge angesponnen werden/ist billig zu bekiagen/man betrachte alle die zwischenSpanien und Franckreich von hundert und funffzigJahrcn hergemacht«kacistcationes, und sage/ ob auch ein einziger Tractat von Sekten Frank-reich ist gehalten worden ; Unter Ludwig dem XlV. wäre der PyreneischeFrieden kaum geschlossen / und mit den allerhöchsten Eyden geschworenworden/ da Franckreich/ solcher Beeydigung zu wider/Portugal widerSpanien heimlich und öffentlich Hülff thäte. Von dem Münsterischen Os-nabürüggischenFrieden/zähme ich meine Gedancken.So bald war die grosseAlliantz der Alliirten durch den Nimwegischen Frieden nicht geschloffen /worzu Franckreich / wegen der bey Berghen in ^euneZovv verlohrnenSchlacht umb desto eifriger eilete/ weil es in Forchten stunde/ es möchten dieAlliirten weiter fortgehen / und weil die Finanzen erschöpfst waren / dagemewte Cron unsaumlich neue Geld-Mittel undProvisiones gesamlet/unddie Teutsche so wohl / als Holländische abgedanckte Völcker angenommen /auch verfolglich die so wol in Italien als Teutschland und Niederland nochUnverschmertzte StaatS-Wunden gemacht hat.
34. Und obschon zwischen den Religionen keine Gleichnüß zu machen /soist es doch gewiß und sicher/ daß die Cron Franckreich von den Türcken dieMaximen entlehnt hat/durchwelche sie die Calvinische Religion erstlichea
gebrn-