13
L 1 C II T.
6-3.61. Dioptrien §. 3. ’t. sey.y. j Pries/Aays Geschickte der Optik; teutsch durchKlugel $. 10-i.)
Des cartes Meinung hielt sich sehr lange, wurde aber doch nachher von ihren Anhän-gern mehr oder weniger modificirt. So nahmen einige das Fluidum , wodurch sich dasLicht fortpflanze, für elastisch an; andere als z. 11. jMalebrauche nahmen kleine flüssi-ge Wirbel statt der harten Kügelchen ( JMemoires de VAcaclemic des scienc. anno 169h) 1und Huygens ließ» es aus wellenförmig fortgepflanzten Schwingungen bestehn ( Ihty-gens Tratte de la lumiere , Leide löjO. 4. — Hugenii Opera Pol. III. p. 46) — Zugleicher Zeit mit Decartes behauptete Gasserdi Epicurus Systeme getreu dieKörperlichkeit des Lichts und meinte dais die Sichtbarkeit der Gegenstände von Partikelnherrühre die beständig von der Oberfläche der Dinge abfiössen. {T oh. Priestleyhistory and present state of discoveries relating to vision , light and colonrs London1772, ins Teutsche übersetzt von Geo> g Sim , Kliigel , unter dem Titel: Geschichteund gegenwärtiger Zustand der Optik, vorzüglich in Absicht auf den ph'ts. ’l'heildieser Wissenschaft ; Leipzig 1775. 4. I. T. S»8-1.) — Ihm widersprach Isaak Possius ,der geradezu das Unkörperliche des Lichts behauptete , und zwar deswegen, weil er dasFeuer oder die Flamme ebenfalls für nichts Körperliches hielt. (Jam vero cum ignissive flamrna non sit corporca midto minus lumen polest esse corporeum S. de lucisproprietate et natura auct. Is, Possio Amsterd. 1662. p. 3, > — JPillebr andusSnellius , Professor der Mathematik zu Leiden, {gest. 1626) etablirte zuerst das wahreGesetz der Strahlenbrechung. ( Fr machte seine Schrift nicht selbst bekannt, aber Huy-gens versichert : (Hugenii Diopiricä p. 2.) seine Handschrift gesellen, und
Possius ( a, a, O. S. 36.) dieselbe von •Snellius Söhne mitgetheilt erhalten zu ha-ken, — Scheiner ein Jesuit, bewiefs den Sitz des Sehens auf der Netzhaut, und zeigteumständlich die Uebereinstimmung und Achniichkeit zwischen der camera obscura unddem Auge (Scheiner oculus p. 176.) — Du Hamei {geh, 1624. gest. 1706.) griffsowohl das Cartesianische als Gassendische System au , und trat der Aristotelischen -Mei-nung bei, dafs das Licht nur eine Qualität der Körper se>, {Du Hamei astronomiaphysica Paris 1660. 4. ) — Cartesius Hypothese hielt sich mancher Widerspr ücheohngeachtet bis zu Newtons Zeiten. — An die Gall letsche Meinung, dafs das Lichtzu seiner Fortpflanzung Zeit gebrauche, erinnerten vorzüglich wieder die Beobachtungender Verfinsterungen der Jupiter Trabanten. Als nemlich Olo f Römer ein dänischerAstronom mit Cassini dieselben in den Jahren 16/1. bis 167-5 fleifsig beobachtete, fan-den sie, dafs diese allemal etwas später erfolgten , als es der Rechnung nach hätte sein -müssen, wenn Jupiter mit der Sonne in Zusammenkunft, im Gegentlieile aber etwasfrüher , wenn er mit der Sonne im Gegenscheine war. Sie schrieben dieses anfangsbeide der allmäligen Fortpflanzung des Lichts zu. {Jo, Dom. Cassini discussio proble-’ matis de motu luminis progressiva in dem tractatu da orig ine et progressiv astronomiue.)Cassini ändertenachher seine Meinung wieder» — Römer las am 22, Nov» 1675 vorder Pariser Akademie eine Abhandlung über die allmälige Fortpflanzung des Lichts vor ,Cassini und Maraldi widersprachen ihm. {Memoires da l'Academie royale desscienccs 1707 S. 36 ,und 102j ) Huygens hingegen {de lumine S. 6.) und Newton{Principia philosoph . natural, S, 207.) pflichteten ihm bei, {Priestleys Gesefcchte