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beschäftigte sich vorzüglich mit der Theorie des Sehens , wobey er die krystallene Feuch-tigkeit für das Ilauptsttick ansall, in der die Sehkraft (virtus visiva) ihren Sitz habeindem die Linse die Strahlen mit beiden Flächen breche , und die Empfindung auf die Netzhaut bringe. (.Fr. Maurolyci, Abbatis Messanensis, theorematade lumineet wnbra , adperspectivam et radiorum incidentiam facienda etc. His accesserun fChristoph Clavzi notae etc, Lug d. B at ave r. 1613. 4.) — B aptista Porta’ein Neapolitaner (gestorb. 1615) hielt das Licht für färbenlos, doch könne es von aus.sern Ursachen , als von durchsichtigen Substanzen , gefärbt werden. Er erfand die Ca -mera obscura und lehrte verschiedene Versuche damit. Zugleich zeigte er deutlich,dafs das Sehen nicht durch vom Auge aus fliefsende Stralen , sondern etwas Aeusseresins Auge hineindringendes bewirkt werde. (Joh. Baptist. Portae Ncapol. de re-fr actione , optices parte , libri novetn Ncapol. 15S3. p. 87) — Lord Bacon (geb.zu London 1560 , gest. 1626 ) sagt, es führen von sichtbaren Dingen keine körperlicheSubstanzen aus, sondern es entständen blos gewisse propagines spirituales unbekannter Artdabei. (De Augmentis scientiar. p. 119, 810 u. f. nach der Frankfurter lateinischenAusgabe von Bacons Werken 1655 fol .).— : Antonius de Hominis , Bischof zuSpalatro hatte noch die alte Meinung, dafs Lichtstrahlen vom Auge ausgehen, und setzteden Sitz des Sehens in die Krystallinse. (Antonii de Hominis de radiis visus ethtds in vitris perspectivis et irzde Tractatus. Per Joannem B art olum in lucemeditus Nenetiis 1611. 4. p. 6. 16. 18.) — Galileus Galilei ( Nuncius sidereus Nenet.lölO) fiel zuerst darauf, die Geschwindigkeit des Lichts zu messen; indessen gelangenseine Versuche, so wie die , welche die Mitglieder der Academia del Cimento überdenselben Gegenstand nach ihm anstellten, (Mus schenbr ock 'Pentanien experiment.Acad. del Cimento Ludg. Batavor. 1731. 4. p. II. p. 183, Priestley' s Geschichteder Optik, Ucbersetzung v. Kliigel. S. 113.) nicht, und mufsten nofhwendig mifslingen^da man die Geschwindigkeit mit Fackeln messen wollte. — Kepler (geb. 1571. gest.1630.) behauptete zuerst ausführlich, dafs das Sehen mittelst eines Gemäldes der sichtba-ren Sache auf der weissen und hohlen Fläche der Netzhaut geschehe. Das Licht stellteer sich, als einen Ausflufs von den leuchtenden Körpern nach geraden Linien allenthalbenhin , vor. ( Ad Nitcllionemparalipomena , guibus astronomiae pars optica traditusetc . Auctore Keplero Francofurti löOl. 4. cap. 1 und cap.S.) — Descartes behaup-tete , dafs das Licht weder eine Substanz sei , wie F.picur , noch eine blofse Eigenschaftwie Aristoteles w'oile, sondern eine durch den Druck eines leuchtenden Körpers, ent-stehende Bewegung eines feinen flüssigen Wesens. Er hiefs die Sonne und die leuchten-den Körper aus den Theiichen seines ersten Elements bestehen , und erfüllte den ganzenWeltenraum mit den harten Kügelchen des 2ten Elements. Nun sollen nach ihm dieKügelchen des zweiten Elements durch die beständig sich bewegenden Theiichen der leuch-tenden Körper gestofsen w'erden, und da es zwischen jenen keinen leeren Raum gebe ,sich immer auPs genaueste berühren , und so den Stofs durch geradlmichte Reihen in ei.nem Augenblicke fortpilanzen , auf eben die Art, wie das letzte Ende eines Stabes bewegtwird, den man an seinem obern Ende fortstöfst. Indefs nahm er doch eine in verschie-denen Mitteln verschiedene Geschwindigkeit des Lichts an, und zwar glaubte er, dafs es'■sich im Dichtem geschwinder, als im Dünnem bewege. (Princip. philas. p. III. §. 55,MEYERS SYST. DARSTELLUNG, 1. RAMD C