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Erster Band.
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Wärm e.

angenehme Empfindung verursacht, heifs, wenn er-viel wärmer ist als wir, sodafs er uns eine unangenehme Wärme bewirkt ; kühl, wenn er wenig, kalt wenner viel kälter ist, als wir. Daher ist auch so oil das lirtheil verschiedener Menschenüber ein und denselben Wärmegrad verschieden. Nimmt die Wärme eines Körperszu, so sagt man es werde derselbe erwärmt oder erhitzt ; nimmt sie ab, er werdeabgekühlt oder erkältet. ( Hi Idcbr andts Encyclopädie der Chemie B. I. S. 85.)— Lambert sagt: »Die Wärme, bei der wir uns am besten befinden, nennenwir gemässigt oder temperirt •, unsere Empfindung ist aber dabei fast 0 ; ist die War-me stärker, so sagen wir es sei warm; nimmt die Wärme mehrzu, so drücken wirdie Empfindung durch sehr warm aus ; ein noch empfindlicherer Grad wird heifsoder schwül genannt. Diese Benennungen gebrauchen wir von der Luft. Bei demWasser bedienen wir uns der Ausdrücke: lauwarm, heifs, siedend. UnsererEmpfindung nach setzen wir die Wärme der Kälte entgegen, und zwar so, dafswir letztere als etwas eben so ihätiges und wirkliches anselm, als die erstere. ”C Lamberts Pyrometrie S. 4. )

Die Wärme wird beträchtlich langsamer fortgepflanzt, als das Licht ; inder Luft in einer Minute kaum fünfzehn Fufs.t ( Marat in s. physischen Fer-suchen über das Feuer , o. Weigel übersetzt. S. 66.)

lieg liier sagt: ( du Feu etc.) die Wärme pflanze sich nach und nach voneinem Gegenstände zum andern fort; ihr Fortschreiten sei eben so langsam,als das des Lichts reifsend schnell sei.

Sie verbreitet sich nach allen Richtungen. ( Donndorff in s. Abhandl,über Electricität , Magnetismus , Wärme und Aether ,* S. 87. — Pictet überFeuer S. 34.) — De la Mel her ie sagt: über reine Luft etc. teutsche AusgabeB. I. S. 51.) die Bewegung der Wärmematerie, wenn sie sich mittheile,scheine nicht schnell zu erfolgen; nehme man einen wohl verschlossenen Ofen,in welchem Feuer brenne , so spüre man eine mehr oder weniger starke Hitzeumher; sie verbreite sich aber nicht weit, sondern sei nur einige Fufs weit em-pfindbar, öffne man aber die Thür des Ofens , so strahle die Hitze mit aus-gespreitzten Strahlen hin, welche aus dem Mittelpunkte des heuers ausgehn.

Nach Lambert bewegt sich die Wärme leichter aufwärts als nach unten.{Pyrometrie S. 6.) Derselbe fand auch, dafs, als er in verschiedenen hori-zontalen Entfernungen vom Mittelpunkte brennender Kohlen mehrere Thermo-meter stellte, und alle Vorsicht anwandte dem Versuche die gehörige Genauig-keit zu geben, die rcspcctiven Thermometerstände den Quadraten ihrer Ent-fernungen vom Brennpunkte umgekehrt proportional waren. {Pictets Versuchüber das Feuer S. 85.) Auch Rcynier {du Feu etc. S. 127) sagt: die Wärmewerde nach Verhältnifs ihrer Fortpflanzung vermindert. Marat hingegen be-hauptet {über das Feuer ; Weige Ische Uobersetzung S, 65.) die Hitze -sei

darin