Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

28

W * »

M E.

den Hahn zuschliest. Die Röhre steckt mit beiden Enden in einem grofsenViereck von Holz, und ist in einer Entfernung, die so grofs als das Viereckdick ist, mit Pappendeckel umgeben, um die unmittelbare Wirkung der Son-nenstrahlen von der Röhre abzuhalten; nur in der Mitte ihrer Länge ist derPappendeckel durchbrochen, und last einen freien Raum von ohngefähr 2 Zoll,dafs der Strahlenkegel eines Brennglases, das einen Rufs im Durchmesser und19 Zoll Brennweite hat, ( welches von dem berühmten Parker in Londonverfertigt ist ) frei auf die Röhre wirken kann. Dieser Einrichtung zufolgewird der Cylinder erwärmt, wenn der Brennpunkt des Brennglases auf seineMiLle auffäilt; die Wärme wird sich in ihm der Länge nach fortpllanzen, undvom Mittelpunkte nach und nach bis an seine beiden Enden sich verbreiten.Vor dem Anfänge des Versuchs 'setzte er den (Apparat eine halbe Stundelang ganz der Wirkung der Sonnenstrahlen auf den Pappendeckel sowohl,als auf den kleinen entblöfsten Theil der Röhre aus, um das Resultat derbesondern Wirkung, die er untersuchen wollte, von der allgemeinen derSonnenstrahlen frei zu machen. Den Versuch stellte er auf der weiten undhohen Sternwarte zu Genf an, wo keine zufällige Wärme die Resultateverändern konnte. Graf Andreani und Sennebicr unterstützten ihnbei diesem Geschäft. Die eine, von den anwesenden Personen, stellte sichneben das obere Thermometer, die andere neben das untere, und die drittemufste den Brennpunkt der Glaslinse genau auf der Mitte des Cylinders erhal-ten, man bemerkte die Minuten und Sec-unden, in denen das Ouecksilber aufjeden Grad der beiden Thermometer stieg. Bei dem ersten Versuch, dessenResultate die gleich neben stehende Tafel zeigt, v r ar die Luft in der Röhre denTag vorher so weit verdünnt worden, dafs die Barometer-Probe der Luftpum-pe nur noch 4 Linien hoch stand: in den folgenden Versuchen gab er genauAcht die Luft immer wieder auf den nemlichcn Grad zu verdünnen. Ehe er denVersuch anstellte untersuchte er, ob keine Luft eingedrungen sei, fand aberdie Verdünnung noch genau auf dem nemlichen Grade. Die Röhre stand senk-recht mit dem Hahne nach unten, die erste Heilig der Tabelle zeigt die Mi-nuten und Sekunden , in denen das Ouecksilber im obern Thermometer auf diein der zweiten Reihe bemerkten Grade stieg; die dritte die Zeit in der das un-tere Thermometer auf die nemlichen Grade stieg; die vierte endlich um wie vielbälder oder später das untere Thermometer die nemlichen Grade erreichte alsdas obere. Das Zeichen —, das in der Reihe der Unterschiede neben jederZahl steht, zeigt an, dafs das untere Thermometer langsamer , und das Zei-chen f, dafs cs bälder als das obere die nemlichen Grade der Wärme erreichte.