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W Ä R M F.
Gewdfsheit zu belegen, und besorgt es mögten bei den vorhergehenden Versu-chen doch Fehler wegen der Berührung der eingeschlossenen Thermometerröhremit dein äufsern Glascylinder, wodurch denn, w ie man vielleicht argw öhnenkönnte wenigstens ein Tlieil der Wärme dem Thermometer mitgcthcilt wäre,hätten entstehen können, machte H. noch folgenden Versuch, um, wie ermeint, die Sache über allen Zweifel zu erheben.
In die Mitte eines Glaskörpers % r on birnähnlicher Form, 8 Zoll lang und31 Zoll im gröfsten Durchmesser hieng er ein kleines Quecksilberthermometer,5\ Zoll lang, mittelst eines seidenen Fadens so auf, dafs weder die Kugel nochdie Föhre des Thermometers den sie umgebenden Glaskörper an irgend einerStelle berührte. — Die Grade auf der Thermometerröhre waren, wie in denobigen Versuchen, durch verschiedenfarbige feine seidene Fäden bezeichnet.Das Thermometer wurde an seiner Stelle durch eine kleine Stahlfeder erhal-ten, welche — nachdem der seidene Faden, der das Thermometer hielt, daranbefestigt w ar — in eine kleine Höhlung , die einen halben Zoll im Durchmesseran das obere Ende des Glaskörpers geblasen w 7 ar, gedrückt wurde, w'orin al-so die Feder ruhctc, und wodurch denn folglich auch das Thermometer in derAxe des Glaskörpers gehalten wurde; an diese Oc/Fming wurde eine Baronie-teiTÖlire geschmolzen, und hiedurch das Innere des Glaskörpers luftleergemacht. Da diese Oeffnung hernach wieder hermetisch verschlossen, und dieBarometerröhre weggenommen wurde, so blieb das Thermometer schwebendin einer torricellischen Leere. Bei diesem Instrumente, wo das eingeschlos-sene Thermometer den ihn mnschliefsenden Glaskörper nicht nur nicht berühr-te, sondern allenthalben sogar über einen Zoll davon abstand, ist cs klar, daßalle an das Thermometer getretene, oder von demselben ausgefiossene Wärmedurch die torriccllische Leere gestrichen sein innfs; denn es läfst sich nachR umford nicht vermuthen, dafs der feine seidene Faden, an den das Ther-mometer aufgehängt war, auch nur einen bemerbaren Theil der Wärme fortge-geführt habe,
Nachdem er dieses Instrument auf einem kleinen hölzernen Fufse so befe-stigt hatte, dafs der Glaskörper in einer perpendikulären Lage ruhctc, so stellteer es in einem Zimmer neben ein anderes eingcschlossenes Thermometer, dasmit atmosphärischer Luft umgeben war, und beobachtete die Wirkungen, diedie Veränderung der Wärme der Luft hervorbringen würde. Er bemerkte baldan der Bewegung des Quecksilbers im cingcschlosseucn Thermometer, dafs dieWärme durch die torriccllische Leere hindurcbsLrich ; allein aus der grofsenI ncmpfindlichkeit des Thermometers crhellete, daf3 der Durchgang viel schwe-rer sei, als durch die atmöspärische Luft. Jetzt tauchte er nun beide Ther-mometer in eia Gefäfs mit kaltem Wasser • das mit Luft umgebene fiel bei wsi-