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Vem schneller als das mit der lomcellischcn Leere. Darauf nahm er beide In-strumente aus dem kalten Wasser heraus und tauchte sie in ein Gefafs mit hei-fsem Wasser ; das mit der torricellischcn Leere umgebene erschien langsamerund träger als das in atmosphärischer Luft. ( R 11 mf o r ds kleine Schrift . B. II.A- Abtheil. S. 2S& ff.) 1) __ __
1) Man war in Rücksicht der Natur der Ursache der Erwärmung von jeher in 2 Hauptpar.theien getheiit; die eine hielt sie für ein eigenes Materielles, die andere hingegen für eine"Wirkung der Körper, eine innere erschütternde Bewegung der constituirenden Thcilchender Körper, Schon Aristoteles nahm für Warme und Feuer ein eigenes Element anvon überaus kleinen und beweglichen Theilen , welches unter allen das unkörperlichstesei. Man legt ihm häufig irrig die Behauptung der Scholastiker bei, welche die Wärmefür falofsc Qualität erklären, wogegen ihn, den Staginten, schon Cassacus ( Disser -tatio phys. de igne Frf. et Fips. 1688 p, 117. ) venheidigt hat. Nach Epieur und demCorpuscularsysteme bestand die Wärme in feurigen Ausflüssen. Die Neueren haben dieWirkungen der Wärme theils durch Emanation theils durch Vibration erklärt. Zuletzterer Parthei gehörten der Kanzler Bacon und Descartes, welcher letztereWärme Air eitle Bewegung eines besondern elastischen Mittels des Aethers (der subtil-len Materie) hält. Selbst Newton scheint in seinen der Optik beigeAigtcn Fragen dieseMeinung zu begünstigen. Auch Marivez und Gouthier, die Verfasser der Pliy_sique du monde, bekennen sich zu dieser Sekte. Nollet (Legon XIII. Sect. 1.) trugdurch eine sehr gründliche Critik dieser Hypothese viel zur allgemeinem Annahme einesmateriellen Wärme Producirenden bei, welcher Meinung Boerhave . Crawford ,Black und Lavoisier noch mehr Eingang unter den Naturforschern verschafftenjNiemand scheint uns aber so evident die Nothwondigkeit ein eigenes Wärmepnncip an-zunehmen dargethan zu haben, als der scharfsinnige Bartels ( Grundlinien einer neuenTheorie der Chemie und Physik. ) Dieser macht es zugleich ziemlich wahrscheinlich ,dafs Wärme von einer Natur mit dem Sauerstoffe, und letzterer gebundene Warme sei.Um das Vibrationssystem aufrecht zu erhalten haben sich in den neuesten Zeiten vorzüg-lich Scherer und Rumford (Scherers Grundziige d. neuen chcm. TheoriejRumfords kleine Schriften JR. IV. Abth. 1.) viel Mühe gegeben, und dasselbemH einem grofsen Aufwande von Witz vertheidigt.
Unter denen, die das Materielle der Wärme anerkennen, halten es einige für nichts anderes,als für die Materie des Lichts, andere unterscheiden es von derselben , oder sehen dochdas Licht als eine neue Modification des Wännestoffs an. Einige halten es für identischmit der Ursache der Entzündbarkeit, andere für von derselben verschieden.
Nach de Luc ist die Wärmematerie aus einer eigenen grobern Materie lind dem Lichte,das die gröbere Materie fortleitet (ihr Fluidum deferens ist) zusammengesetzt. (NeueIdeen über Meteorol. B. I. S. 88. )
Nach TVinterl (Jacob. Joseph. Winterl Chemiae et Bottaniae Profefs. etc. Pro*lusiones ad chemiam saecul. noni. Budae 1800.) ist der Wärmestoff eine Materie , wel-che das Product der Verbindung des Säure und Baseprinoips unter sich ist, deren Theilesich einander anziehn , durch diese Anziehung aber neutrale Theile bilden , die sich insUnendliche von einander abstolscn würden, wenn sic nicht durch ihre Schwere an die