Band 
Erster Band.
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■Electric i t je. r

gegen Schwarz neigte. Eben so liefs er über kleine und gi’ofse Stuke der Son-nenwinde sowohl zwischen Glastafeln als innerhall) Glasröhren, grofsc Funkengehn; waren diese Stuke troken, so wurden sie schwerer von den Funken an-gegriffen, machte er sie aber feucht, so neigte sich die blaue Farbe cinigerinafsenin Violett, und so wie sie nach durchgelassenen Funken getroknet, so erlang-ten sie ihre vorige blaue Farbe wieder. Ferner untersuchte er auch auf dienemliche Art die blauen Säfte anderer Pflanzen, als der Schwcrdtlilie, der Ci~chorie &c. sowohl zwischen Röhren, als über Papier; allein waren die Säftefrisch, so konnte er nie bemerken, dafs sie vom clcctrischcn Feuer verändertwären; ja wenn ein grofser electrischcr Funken über die Blätter der Sclnverdl-lilic weggieng, welche so wie sie gesammelt wird, eine vortreffliche Violctfarbezeigt , so machte der Funke auf seinem Wege die blaue Farbe schwärzer; ebendieses geschah bei allen andern ähnlichen blauen Blumen, nemlich, der Funkeerzeugte auf seinem Wege eben diese Farbe, als man bei gequetschten Blumensieht; viele andere Versuche wurden theils von ihm selbst, thcils von seinenSchülern angestellt, welche die meisten Blumen auf verschiedene Art und unterVeränderung des ganzen Apparats, selbst unter verschiedener Witterung beob-achtet, und damit Versuche angestelit haben; allein nie zeigte sich, wenn dieBlätter frisch gesammelt und so auch die Säfte noch frisch waren, eine andereVeränderung, als dafs vermöge der fortdauernden Wirkung der Funken dieblaue Farbe dunkler ward. Brachte er aber die Electricität theils durch Fun-ken, theils durch den Strahlenbüschel gegen die wäfsrige Sonnenwindetinktur,so veränderte ihr oberer Theil stets zuerst die Farbe, und so wie die Elec-tricität bis zu einer gewissen Gränze cindrang, so wuchs die Veränderung derblauen Farbe in Violett und endlich in Roth. Einst suchte er eine gläserne Haar-röhre aus , deren Durchmesser ohngefähr eine Linie betrug, und nachdem erdas eine Ende mit Siegellack gehörig verschlossen, so führte er eine glühendeNadel aus der Flamme durch das Wachs, so, dafs die scharfe Spitze innerhalbder Röhre Vorstand ; sodann gofs er in die Röhre so viel Wasser, welches durchdie blaue Farbe der Sonnenwinde gefärbt worden, dafs cs ohngefähr 3 Zoll hochstand, und nachdem er einen schwachen eisernen Draht in die Röhre, und tiefgenug in das gefärbte Wasser selbst eingelegt, so verband er diesen Draht mitder electrischen Kette; nachdem er ferner die stärkste Electricität in der Ketteerregt, zog er aus der Nadel in dem untern Thciie der Röhre beständig Fun-ken , die also durch den ganzen Raum der blauen Tinktur giengen, so weit derAbstand von der Spitze der Nadel und der des eisernen Draths betrug, wo erdenn die blaue Farbe gegen die Spitze der Nadel sich in Roth verwandeln sah ,welche Rothe sich nach Vcrhällnifs der fortgesetzten Operation verstärkte;