E L E C T J I C I T JE I ,
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Auch Fischei' {physikal. Wörlcrb. B. III. S. 246.) und Gehler (phgs.Wörterb. B. II. S. 875.) setzen den luftleeren Raum unter die Leiter der Elec-tricität. Gehler sagt: {am a. O. B. I. S. 735.1 wenn man einem, durch dieLuftpumpe gemachten, luftleeren Raume Eleclricität mittheile, so durchdringesie ihn fast eben so frei als den besten Leiter, und zeige dabei ein sehr ausge-breitetes helles Licht; ein electrischer Feuerbiischcl, der in einen solchen Raumströme, breite sich aus, und erfülle alles mit Licht. Fischer versteht hierauch nur das durch die Luftpumpe bewirkte sogenannte Vacuum, von dem erselbst anfuhrt, dafs es nie von Luft ganz frei sei.
Donndorff behauptet, die Elcctricität halte sich im luftleeren Raumelänger als die Ilitze. {Dessen Abhandl. über Electricit ., Magnet., Feuer undAether S. 60).
Kor tum sagt: {Voigts Magazin /. d. Neueste aus der Phgs. B. X. St. 3.S. 51.) im Barometervacuo gebe jeder metallische Leiter den electrisehen Fun-ken violett.
Mager führt {ins. Anfangsgriinden der Naturlehre S. 455.) an, dafssich auch im luftleeren Raume Ecctricität durch Reiben hervorbringen lasse tscheine nach den Versuchen, die schon Noll et und Boglc anstellten, wobtkeinem Zweifel unterworfen, wenn gleich zu wünschen Avnre, dafs diese Ver-suche unter abgeänderten Umständen wiederholt werden mögten; indefs seidiese Electricität nicht permanent, und hafte an der Oberfläche der geriebenenKörper nicht so stark , wie im luftvollen Raume, auch finde kein Abstosscn undAnziehn im Vacuo statt.
Nach Folgt wird eine kleine luftleere, mit Quecksilber gefüllte, und wieein Barometer ausgekochte Glaskugel, wenn man sie von aussen mit einemkleinen daran sitzenden Cylindcr elcctrisirt, durchaus mit Licht erfüllt, unddieses erhallt sich eine ziemliche Zeit, wenn man auch gleich die Kugel vomConduktor hinwegbringt; selbst wenn es zu verlöschen beginnt, kann man esnoch einmal erwecken, wenn man sich ihm mit dem Finger nähert. (Foigtsn. Theorie des Feuers S. 341).
Wenn man das Kleistische Vacuum 1) auf ein isolirtes Stativ bringt, untenin die Flasche, und oben in die Kugel einen spitzen Draht einschraubt, und
1) Klei s ti s c he s oder Leidner Vacuum nennt man eine belegte Flasche, aus der durchdie Luftpumpe die Luft bequem herausgezogen werden kann. Der Erfinder desselbenist Henly. Die Flasche darf blos von aussen etwa 3 Zoll hoch mit Zinnfolie belegtwerden; ihr Hals wird alsdann in eine metallene Kappe eingekittet, die eine Oeffnung miteinem Ventile hat, und von der Kappe gellt ein Draht mit einer stumpfen Spitze einige
.MEYERS SYST, DARSTELLUNG, I. BAND, H